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Keine Einigung zwischen Bahn und Feuerwehren

21.07.2011 | 17:51 Uhr

Hamminkeln.Notfallmanagement und Sicherheitskonzept für die Betuwe-Strecke standen auf der Tagesordnung, als sich gestern die Bürgermeister der Anrainer-Kommunen und deren Feuerwehren mit Vertretern der Bahn trafen. Zu einem Ergebnis kamen die Beteiligten jedoch nicht. Vielmehr zeigten sich die Feuerwehren von der Haltung der Bahn enttäuscht.

Das Unternehmen sei nicht bereit, auf die Forderungen der Helfer einzugehen, berichtete Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf, der Sprecher der Arbeitsgruppe der Anrainer ist. Die Feuerwehren sehen beispielsweise die Erfordernis, alle 200 Meter einen Zugang zur Strecke zu haben, auch in den Bereichen des Lärmschutzes. Die Bahn hält dagegen 1000 Meter für ausreichend. Zweiter gravierender Punkt ist die Löschwasserversorgung. Hier fordern die Wehren leistungsstarke Anschlüsse, während im Konzept der Bahn keine Aussagen gemacht werden. „Zwar bietet die Bahn an, Wege parallel zur Strecke anzulegen, doch dadurch haben die Feuerwehren noch kein Wasser“, erklärte Schlierf. Er hat Verständnis für die Haltung der Wehrleute, die bei diesen Bedingungen bemängeln, ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können.

Die Bahn begründe ihre ablehnende Haltung damit, dass bei der Abwägung für diese Investitionen die Wahrscheinlichkeit eines Unfalles außerordentlich gering sei, so Schlierf. Nach Auffassung der Feuerwehren bergen die über 750 Meter langen Züge aber ein riesiges Gefahrenpotenzial, das von der Bahn unterschätzt werde. „Wir müssen derzeit selbst bei kleinen und kleinsten Veranstaltungen sämtliche Gefahrenszenarien berücksichtigen, bei der Bahn ist das genau umgekehrt“, kritisierte die Haltung der Bahn.

Verabredet wurde gestern, dass eine kleinere Arbeitsgruppe aus Feuerwehrleuten und Sicherheitsexperten der Bahn unter Beteiligung des NRW-Innenministeriums das Thema erneut berät.

Am Mittwoch hatte es ein Treffen der Bürgermeister mit Vertretern der DB Projektbau gegeben. Dabei wurde das Gutachten, das der Regionalverband Ruhrgebiet und der Kreis Wesel für einen verträglichen Ausbau der Betuwe-Linie erstellt hatten, diskutiert. Die darin enthaltene Palette der Möglichkeiten, die den Lärmpegel der Güterzüge deutlich senken könnten, habe die Auffassung der Bahn nicht geändert, sagte Schlierf. Dort bleibe man dabei, dass diese Vorschläge im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens abgearbeitet werden müssen. Schlierf: „Wir sind nicht sicher, ob es dafür dann nicht schon zu spät ist.

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