KC Dingden feierte mit 400 Jecken

Tierisch gut drauf waren die Narren bei der achten Karnevalsnacht des KC Dingden.
Tierisch gut drauf waren die Narren bei der achten Karnevalsnacht des KC Dingden.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Eine gelungene Mischung aus Party und Prunksitzung brachte tolle Stimmung ins ausverkaufte Festzelt am Freibad. Lieder mit Lokalbezug kamen besonders gut an

Hamminkeln..  Schmissige Musik, Comedy und Artistik, gepaart mit karnevalistischem Brauchtum, bunten Kostümen und Gardetänzen – mit einer gelungenen Mischung aus Party und Prunksitzung feierte der Karnevals Club Dingden (KCD) die 8. Dingdener Karnevalsnacht.

Mit rund 400 Jecken und Narren, die im Festzelt schunkelten, tanzten und feierten war die Veranstaltung ausverkauft.

Schon in Feierlaune und aufgewärmt durch das Lied „Der KCD ist mein Verein“, mit dem Sitzungspräsident Michael „Meikel“ Huwe den Abend eröffnet hatte, jubelte das Publikum begeistert dem Prinzenpaar mit seinem Gefolge zu, als es zu Trommelrhythmen der „Red Lions“ aus Bocholt auf die Bühne zog.

„Beim heutigen Programm brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, da kriegen wir alle was zu lachen“, versprachen Prinz Heiko I. und Prinzessin Betina I. bevor sie neben Kinderprinzenpaar und Elferrat an der Tafel Platz nahmen.

Über den Abend präsentierten sich die vier Garden des KCD.

Den Anfang machten die „Minni Minnis“ – im Alter von etwa fünf bis acht Jahren der jüngste Tanznachwuchs.

Zu „Eine Insel mit zwei Bergen“ hüpften und kickten sie über die Bühne, wurden angefeuert und abschließend mit donnerndem Applaus belohnt.

Die ältere Garde, die „Minnis“ bereicherten das Programm mit einem Showtanz, während Junioren- und die Prinzengarde mit zwei Nummern auf die Bühne durften, einmal Show- und einmal Gardetanz.

Besonders begeistert zeigte sich das Publikum, das zum größten Teil aus Dingden kam, wenn Lieder mit lokalem Bezug gesungen wurden.

Alle schunkelten mit, als Bernhard Arping und Hannes Kathage den Song „Dingdener sind da“ anstimmten, während der diesjährige Orden an die Elferratstafel angebracht wurde, und sangen begeistert mit, als Moderator „Meikel“ das Lied „Dorfkind“ schmetterte, in dem die Dingdener Ortsteile Lankern, Berg und Nordbrock lobend besungen wurden.

Tolle Gastkomiker

Neben den vereinseigenen Akteuren brachten zwei Gastkomiker die Stimmung zum Kochen: Zunächst beanspruchte Hilla Heien mit derbem Humor die Lachmuskulatur, bevor sie Lieder wie „Du hast da ein Konfetti“ anstimmte.

„Packt eure Nachbarn an die Oberschenkel, es gibt einen Schunkelwalzer!“, animierte sie die Jecken, bevor sie „Marias Traum“ sang, ein Lied über ein Mädchen, das gern ein Tanzmariechen wäre.

Passend dazu hatte sie ein echtes Mariechen dabei, das akrobatische Höchstleistungen vollführte, von Radschlägen über Brücken und Handstand bis zum Spagat. Und als Hilla Heien den Pur-Party-Hitmix zum Besten gab, war das Publikum in Feierstimmung.

Die ersten stellten sich auf ihre Stühle, besonders Begeisterte schwoften vor der Bühne und fast jeder konnte mitsingen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Georg Leiste, alias Luciano Parmarotti. Nachdem er dem Publikum zunächst das richtige Applaudieren beigebracht hatte, verwandelte er sich in Parmarotti, mit Frack und ausgestopftem Hemd.

Präsentiert wurden italienische Lieder auf Playback, unterbrochen von Tanzeinlagen, wie dem Moonwalk à la Michael Jackson, etwas Akrobatik, wie dem Erklimmen eines Garderobenständers und humoristische Einlagen.

So schlug er sich slapstickartig am Mikrofon zwei Zähne aus, beim Trinken eines Wasserglases war ein melodisches Gurgeln zu hören und nach einer unsanften Landung auf dem Garderobenständer wechselte die Tonlage von Tenor in Sopran.

Das Publikum war begeistert, so dass noch zwei Zugaben folgten.