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Jetzt wird’s digital - was tun?

13.02.2012 | 18:58 Uhr
Jetzt wird’s digital - was tun?
Die Auswahl an digitalen Receivern ist groß. Der Kunde muss wissen, was er für seine Ansprüche und für sein Fernsehgerät braucht, um am Ende nicht zu viel zu bezahlen. Foto: Markus Weißenfels

Wesel.   Viele Verbraucher wissen nicht, ob sie von der Analog-Abschaltung im April betroffen sind und umrüsten müssen.

Im April wird das Fernsehen von analog auf digital umgestellt. Seit Monaten kursieren schon die Hinweise und Warnungen durch die Medienlandschaft, und es entsteht der Eindruck, dass man seinen Fernseher auf- beziehungsweise umrüsten muss. Frank Schlebusch aus Flüren ist ein Fachmann auf diesem Gebiet und beruhigt diejenigen, die jetzt nervös werden: „Nicht jeder muss um- oder aufrüsten.“

Für ihn und seine Fachhändler-Kollegen bedeutet die Umstellung vor allem, dass Missverständnisse aus der Welt geschafft werden müssen. Es besteht immer noch viel Aufklärungsbedarf. In seinem Familienbetrieb bestimmt die Umstellung von analog auf digital schon seit einiger Zeit den Alltag. Schlebusch: „Viele Kunden sind verunsichert und wissen nicht , ob die Umstellung sie überhaupt betrifft. Die Mund-zu Mund-Propaganda liefert manchmal ein falsches Bild der Technik.“

Wer Kabelfernsehen oder bereits DVB-T hat, wird wie gewohnt weiter fernsehen können und kann sowohl über digitales, als auch über analoges TV verfügen. Es ändert sich nur etwas, wenn man sein Senderangebot über Satellit bezieht. Eine veralterte Schüssel auf dem Dach kann ab April zu einem schwarzen Bildschirm führen.

Es muss nicht jeder von analog auf digital umrüsten

Es gibt viel zu tun: Wie bei vielen seiner Kollegen, bestimmt die Umstellung von analogem zu digitalem Fernsehen auch den Arbeitsalltag von Frank Schlebusch. Foto: Markus Weißenfels

Notwendig für das digitale Fernsehen ist ein Receiver. Hier entscheidet dann der Geschmack und der Geldbeutel, was man braucht. „Wenn es um den richtigen Receiver geht, ist eine individuelle Beratung notwendig, da die Produktpalette groß ist,“ so der Fachmann. Schlebusch: „Wir führen derzeit über zwanzig verschiedene Produkte, die wir fast tagtäglich verkaufen. Man kann für einen Receiver 30, aber auch 3000 Euro ausgeben.“ Mit einem Schmunzeln erklärt der Weseler aber, dass er Letzteren höchstens einmal im Jahr verkaufe.

Beim Kauf eines Receivers gibt es nach Aussage des Händlers drei Dinge, auf die man achten muss. Der zentrale Punkt beim Receiver-Kauf ist eine gute Bedienung: „Wenn der Receiver angeschlossen ist, funktioniert der Fernseher eigentlich nur noch als Bildschirm. Den Rest bedient man über die Fernbedienung des Receivers. Diese muss gut zu bedienen sein.“

Die zweite Regel ist, dass der Receiver zum Fernseher passen soll. Und schließlich sieht es Schlebusch als wichtig an, dass der Receiver, der bei neueren Geräten auch schon im Fernseher selbst installiert sein kann, über verschiedene Anschlussmöglichkeiten, wie etwa für eine Festplatte zur Aufzeichnung, verfügt.

Dieser Luxus ist bei Großanlagen, wie etwa in einem Krankenhaus, nicht möglich. Hier kann Schlebusch aus der Praxis berichten: „In Krankenhäusern ist es nicht möglich, dass jedes Zimmer mit mehreren Receivern ausgestattet wird. Es wird dann das digitale Signal von einer zentralen Station analog in jedes Zimmer weitergeleitet.“

Kunde kann selbst testen, ob er betroffen ist

Wenn man wissen will, ob eine neue Satellitenschüssel und oder ein neuer Receiver notwendig ist, kann man dies mit Hilfe seines Fernsehers herausfinden: durch das Aufschlagen der Videotext-Seite 198. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen bietet auf dieser Seite einen Selbsttest an. Der Fernseher testet dann automatisch, ob das Signal eine Um- oder Aufrüstung notwendig macht.

Maximilian Löchter

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