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Jetzt wird es ernst mit dem schnellen Internet

21.01.2016 | 18:04 Uhr
Jetzt wird es ernst mit dem schnellen Internet
Alle ziehen an einem Strang. Stefan Teutscher (Projektleiter der Deutschen Glasfaser im Gewerbegebiet), Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch, Bürgermeister Mike Rexforth, DG-Projektleiter Ingo Teimann und sein Kollege Rene Fuchs (v.l.) .Foto: Lars Fröhlich

Schermbeck.   Ab 23. Januar beginnt die Nachfragebündelung. Bis Mitte April müssen sich 40 Prozent der Schermbecker für einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser entschieden haben

Was erste Reaktionen betrifft, kann Schermbecks Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch nicht klagen. Das Interesse, sagte er, ist groß, „seit Vertragsunterzeichnung steht das Telefon nicht mehr still.“ Bürger rufen an, fragen nach dem Stand der Dinge, vor allem Gewerbetreibende wollen wissen, wie es mit dem schnellen Internet vorangeht. Und so zeigte sich Koch gestern optimistisch, dass das Projekt Breitbandausbau starten kann. Ingo Teimann, Regionalleiter der Deutschen Glasfaser, setzte noch einen drauf. „Wir erreichen in Schermbeck hundert Prozent!“ Falls die beiden recht behalten, soll spätestens im Sommer 2017 alles fertig sein.

Den Befürwortern des Projektes ist es zu wünschen. Seit einigen Wochen liegt das Angebot der Deutschen Glasfaser auf dem Tisch: Wenn sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums 40 Prozent der Bürger in betroffenen Gebieten für einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser entscheiden, steigt die Firma in Schermbeck groß ein (die NRZ berichtete). Die Anschlüsse werden den Kunden gratis bis ins Haus gelegt - normalerweise berechnet das Unternehmen dafür 750 Euro. Als erstes ist der Ortskern an der Reihe, finden sich hier genug Interessenten, können die Arbeiten im Gewerbegebiet beginnen. Allerdings müssen sich auch dort 50 Prozent für einen Vertrag entscheiden. Am Ende sind die Randgebiete an der Reihe, wobei es hier möglich ist, dass ein anderer Anbieter als Partner der Glasfaser einsteigt. Aber auch dieser garantiere schnelles Internet, so Teimann, weil er die moderne Glasfaser-Technik nutze.

Wenn es nach Bürgermeister Mike Rexforth ginge, könnte der Ausbau gleich starten. „Eine historische Chance für Schermbeck“, macht er aus. Wer sie verpasse, habe bald das Nachsehen. Das gelte besonders für die Gewerbetreibenden, von denen einige, so Koch, ihren Verbleib in der Gemeinde bereits vom schnellen Internet abhängig gemacht hätten - das gilt aber auch für Hausbesitzer, deren Grundstücke durch die Verlegung der modernen Glasfaserrohre an Wert stiegen.

Gestern rührten alle die Werbetrommel: Bürgermeister und Wirtschaftsförderer auf der einen, das Team der Deutschen Glasfaser auf der anderen Seite. Neben Projektleiter Teimann war der Schermbeck-Beauftragte Rene Fuchs zum Gespräch gekommen, außerdem Stefan Teutscher, der sich um das Gewerbegebiet kümmert. Über drei Millionen wolle die Deutsche Glasfaser in Schermbeck investieren, hieß es. Eine Summe, die sich allenfalls auf lange Sicht rechne; 3500 Haushalte muss das anschließbare Gebiet umfassen.

Am 23. Januar beginnt die Nachfragebündelung. Stichtag, um sich für einen Vertrag zu den genannten Konditionen zu entscheiden, ist der 18. April. Am 13. Februar eröffnet an der Mittelstraße aber zunächst ein Servicepunkt der Deutschen Glasfaser. Sollte der Breitbandausbau starten, wird daraus im April ein Baubüro.

Am 11. Februar, 19 Uhr, startet ein Glasfaser-Informationsabend im Ramirez, Maassenstraße 84. Hier gibt es alles Wissenswerte zum Projekt Breitbandversorgung. Der Servicepunkt der Deutschen Glasfaser eröffnet am 13. Februar an der Mittelstraße 47. Hier können sich Interessierte persönlich beraten lassen

Die Kosten für einen Basis-Anschluss (Telefon/Internet) werden bei Vertragsabschluss 34,90 Euro betragen. Alle Infos stehen unter www.deutsche-glasfaser.de

Petra Kuiper

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2016-01-21 18:04
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