Investor will Seniorenzentrum in Lackhausen bauen

Das ehemalige Busdepot wird verschwinden, wenn das Neubaugebiet kommt.
Das ehemalige Busdepot wird verschwinden, wenn das Neubaugebiet kommt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Bürgerforum Lackhausen wurde über die Neubaupläne der Stadt und eines Immobilienmaklers aus Wesel informiert. Noch stecken die Entwürfe in den Kinderschuhen.

Wesel..  Lackhausen ist den letzten Jahren kräftig gewachsen. Dass dies im Bereich „Am Schwan“ auf dem ehemaligen Niaggelände und dem Gehöft Itjeshorst demnächst so weitergehen soll, erfuhren die Mitglieder des Bürgerforums Lackhausen während ihrer Jahreshauptversammlung. Über die Pläne hatte die NRZ bereits berichtet, die Stadtverwaltung stellte jetzt die erste überarbeitete Variante vor, die allerdings nach wie vor im Entwurfstatus ist, wie die Stadtplaner Martin Prior und Gottfried Brandenburg erläuterten. Denn erst müssen umfangreiche Umweltuntersuchungen erfolgen, wie eine Brutvogelkartierung.

60 Wohneinheiten in aufgelockerter Bebauung als Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser sind bislang vorgesehen, wobei den anwesenden Bürgerforumsmitgliedern vor allem die Erschließung Kopfzerbrechen bereitet. Drei Straßen sieht die Planung vor: über die Konrad-Duden-Straße, die Julius-Leber-Straße und den Hohen Weg. Das Problem: Die Julius-Leber-Straße, eigentlich Hauptdurchgangsstraße, ist verkehrsberuhigt und ohnehin schon stark befahren. Hier sollen Politik und Verwaltung sich erneut Gedanken machen. Auch der Landesbetrieb Straßen NRW muss in der Sache eingeschaltet werden.

Martin Prior will keine exakte Prognose abgeben, aber er stuft den Planungsbereich als „kein leichtes Baugebiet“ ein. Da kann es bis zur Genehmigung und damit Umsetzung schon anderthalb bis zwei Jahre dauern.

Im Anschluss an den städtischen Vortrag stellte der Weseler Immobilienmakler Werner Berndsen zusammen mit seiner Tochter Jennifer seine Pläne für ein Seniorenzentrum nach Hertener Vorbild vor. Ein Investor möchte auf dem Gelände ein bis zu dreigeschossiges Haus mit 24 Wohneinheiten als barrierefreie Eigentumswohnungen errichten, 60 bis 70 Quadratmeter groß, bei Bedarf auch größer.

Zum T-förmigen Gebäude mit begrünten Flachdächern soll ein großer Servicebereich kommen. Im Innenhof könnte das öffentlich zugängliche Café eine Außengastronomie haben. Hier sollen Bewohner wie Gäste auch Mittagessen bekommen. Ein Wäsche- und Bügelservice, Pflegepersonal und ein Hausmeister sowie ein Einkaufservice komplettieren das Angebot mit Tiefgarage, das bereits für Menschen ab 50 interessant sein soll. Ältere Weseler, denen ihr Haus zu groß geworden ist, hätten durchaus Interesse, sagt Berndsen und verweist auf einen Neubau an der Korthauerstege, in dem sechs Wohnungen vermietet werden.