Inga Hemsteg gewinnt Platt-Lesewettbewerb

Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Wesel..  Inga Hemsteg von der Hermann-Landwehr-Grundschule Brünen konnte sich gestern in einem spannenden Finale gegen ihre Mitbewerber durchsetzen: Sie gewann den plattdeutschen Lesewettbewerb an Grundschulen im Kreis Wesel.

Die vier teilnehmenden Schulen – Städtische Katholische Grundschule St. Peter Rheinberg, Hermann-Landwehr-Grundschule Brünen, Grundschule Mehrhoog Teilstandort Loikum-Wertherbruch sowie Gemeinschaftsgrundschule Schermbeck – traten im Weseler Kreishaus gegeneinander an.

Überzeugende Teilnehmer

Eine fachkundige Jury mit der Vorsitzenden der Landfrauen Kreis Wesel, Antonia Bruns, Kreistagsmitglied Karin Wietheger und Wilhelm Wefelnberg, Mitglied des Heimatvereins Spöllkes Hönx, machte sich die Entscheidung nicht leicht, denn alle Teilnehmer überzeugten mit ihren Beiträgen.

Inga Hemsteg las den Text „Kiek es innen Spiegel“ und gewann damit neben dem Pokal, einer Urkunde und einer Geschenktüte auch eine Spende für die Schulkasse in Höhe von 150 Euro.

Den zweiten Platz belegte Nele Schröder von der GGS Schermbeck mit dem Text „Kleine Gäste“. Dritter wurde Karl Leonard Westerhoff von der GS Mehrhoog, Teilstandort Loikum-Wertherbruch, mit dem Text „Noch bönn eck wall…“. Den vierten Platz belegte Meike Nothers von der Städtischen Katholischen Grundschule St. Peter Rheinberg mit dem Text „ Bös do van Berk“.

Für alle Teilnehmer gab es Urkunden, Geschenktüten und Geld für die Schulkassen.

Lebendiges Kulturgut

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm gestalteten die Schulklassen mit Sketchen, Liedern und anderen Vorträgen. Schulamtsdirektorin Petra Klisch führte routiniert durch das Programm. Landrat Dr. Ansgar Müller nahm gemeinsam mit den Jurymitgliedern die Siegerehrung vor.

Mit dem Plattdeutschen Lesewettbewerb an Grundschulen möchte der Kreis Wesel gemeinsam mit dem Schulamt einen Beitrag für den Erhalt der plattdeutschen Sprache leisten. So möchten sie die ganz junge Generation anregen, sich mit der Mundart in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld aktiv auseinanderzusetzen.

Denn die plattdeutsche Sprache sei am Niederrhein nach wie vor sehr lebendig und ein wertvolles Kulturgut, das bewahrt werden müsse. So sei es eine wichtige Aufgabe, die Sprache der Großeltern sowie der Väter und Mütter auch im Bewusstsein der Jugend zu verankern.