In Ginderich schunkeln „Rollis“ mit

Kleine Akrobaten der KGV Kindertanzgarde proben für den Tag des Auftritts.
Kleine Akrobaten der KGV Kindertanzgarde proben für den Tag des Auftritts.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Pia Lohmann hat eine närrische Sitzung organisiert, bei der Inklusion groß geschrieben wird. Das Programm beginnt am Sonntag, 8. Februar, um 14.11 Uhr.

Wesel..  „Mir ist aufgefallen, dass hier in der Gegend für Menschen mit Behinderung an Karneval nicht sehr viel geboten wird“, sagt Pia Lohmann. Sie nahm sich vor, für nächstes Jahr im Gindericher Karnevalszelt mit dem „Karneval Kunterbunt“ eine närrische Veranstaltung für Menschen mit Behinderung ins Leben zu rufen. Da hätte sie Zeit genug für die aufwendige Organisation. Doch dann machte ihr Bruder Patrick ihr einen Strich durch die Rechnung, indem er sich zum Weseler Prinzen küren ließ. Die Chance musste ergriffen werden: Der erste Prinz aus Ginderich zu Gast bei der von ihr geplanten Premierensitzung - diese Gelegenheit wollte sich die eingefleischte Karnevalistin aus Perrich nicht entgehen lassen. Und so kommt es nun bereits während dieser Session zur kunterbunten Sitzung.

Bürgermeisterin als Schirmherrin

Mit Unterstützung der KGV Ginderich und Bürgermeisterin Ulrike Westkamp als Schirmherrin schaffte Pia Lohmann es, in kürzester Zeit ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen. Dabei stand von Anfang an fest, dass Inklusion groß geschrieben wird.

Neben Auftritten der KGV-Garden sowie dem Männerballett darf sich das Publikum auf den Auftritt von Heino und Christian aus dem Micado-Wohnheim Bönninghardt oder den Showtanz des Bocholter „KC Meckermann“ freuen. Nach einer Visite des Weseler Prinzenpaares kommen Prinz Christian I. und seine Prinzessin Wilma I. aus dem Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Alpen-Veen zur Ordensverleihung ins Zelt am Kuhport. Für die gute Sache verzichten alle Mitwirkenden auf ihre Gage.

Dass es an diesem Nachmittag nicht ganz so voll werden wird wie üblich, ist dem Anlass geschuldet. „Das Zelt ist zwar größer als sonst, aber wir lassen ausreichend Raum zwischen den Tischreihen, damit sich auch Gäste in einem Rollstuhl frei bewegen können“, sagt die Organisatorin. Selbstverständlich gehört zur Barrierefreiheit auch eine eigens angeschaffte Toilette für Rollstuhlfahrer im überdachten Foyer des Zeltes.

Zu den Gästen, die ihren Besuch bereits angekündigt haben, zählen Bewohner der Caritas-Wohnwerkstätten Rheinberg und Kamp-Lintfort, Einrichtungen für betreutes Wohnen aus Geldern und Kleve, Bewohner des Hauses LVR HPH Netz Niederrhein Voerde Spellen und des Freizeittreffs der Lebenshilfe Xanten. Sie alle haben dank vieler Sponsoren inklusive einer Begleitperson freien Eintritt. Für alle anderen kostet der vergnügliche Nachmittag sechs Euro, Kaffee und selbst gebackener Kuchen von Gindericher Spendern inklusive.

Karten noch zu haben

Und mit ein wenig Glück können sich die Jecken am Aschermittwoch in die Hängematte legen und in den (LED-)Sternenhimmel blicken. Beides gehört wie ein Dreirad für Erwachsene zu den vielen attraktiven Preisen der Tombola.

Restkarten sind noch erhältlich. Interessenten melden sich bei Pia Lohmann, 02803/93064.