In einer Garage fing es an

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Hamminkeln..  Auf 40 Jahre blickt die Awo Hamminkeln am kommenden Sonntag, 28. Juni, zurück. Auf ihrem Sommerfest feiert der Ortsverband ab 11 Uhr dann sein Jubiläum. Gemütlich soll es werden. Man wolle den Tag aber nicht überfrachten, sagt Josef Klein-Hitpaß. Vielmehr wolle man ins Gespräch kommen und die Zeit Revue passieren lassen. Und zu erzählen gibt es nach vier Jahrzehnten sicherlich genug. Besonders, wenn man ein Mitglied der ersten Stunde ist – so wie Josefa Romanski und Gerda Berger.

Beide waren dabei, als insgesamt sieben Mitstreiter 1975 in der Garage des damaligen Ratsmitgliedes und Initiatoren, Ernst Lipkowsky, den Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt gründeten und damit ein Angebot schafften, das zur damaligen Zeit kaum vorhanden war: jenen Mitbürgern Hilfe zu bieten, die keinen Zugang zu kirchlichen Einrichtungen fanden. Freizeit- und Hilfsangebote waren in den 70er-Jahren maßgeblich in der Hand konfessioneller Träger. „Und wir wollten Angebote für Menschen schaffen, die eben nicht kirchlich gebunden waren“, erinnert sich Josefa Romanski.

Das Angebot kam an. Schnell wuchs der Ortsverband auf rund 100 Mitglieder, „Die Senioren kamen in Scharen“, erinnert sich Josefa Romanski. Jeden Donnerstag wurde gekegelt. Außerdem richteten die Mitglieder den Spielenachmittag ein. Dazu gab es Freizeitangebote, eine Hausaufgabenbetreuung und die Ferienspiele. Den Spielenachmittag gibt es noch, alles andere ist mit der Zeit deutlich eingedampft worden oder wegge-brochen. Zuletzt die Ferienfreizeit. Somit hat die Awo mit den selben demografischen Gegebenheiten zu kämpfen wie alle Vereine. Etwas mehr als 80 Mitglieder hat sie derzeit, der Altersdurchschnitt liegt bei 63 Jahren. „Die Seniorenbegegnungsstätte ist das einzige, was bislang geblieben ist“, sagt Monika Klein-Hitpaß. Diese Veränderung sei nicht zu ändern, „aber für das Haus ist das schade“. Das Haus Am Koppelgarten auf dem Hof der Familie Michels, das die Awo Ende der 70er bezog und Anfang der 90er-Jahre kaufte, bietet viel Platz, der momentan ungenutzt ist. Dabei, so Klein-Hitpaß, sei man auch für Nichtmitglieder offen. „Wir hätten gerne Gruppen hier, die mit der Awo nichts zu tun haben.“ Man könne aber nicht mehr tun als zu sagen, „dass wird das Haus frei haben“.