In 40 Jahren hat sich viel geändert

Hünxe..  40 Jahre Waldstrolche - das ist ein Grund zu feiern. Am Wochenende öffnete das Drevenacker Familienzentrum seine Türen.

Für die kleinen Besucher gab es einen Bewegungsparcours und einzelne Malstationen. Draußen war eine Bühne aufgebaut, auf der einige Kooperationspartner der Waldstrolche auftraten. Darunter das Tanzstudio Schubert, das Kreativzentrum Musicolino und die Sprachschule Early English. Diese Partner kommen auch regelmäßig in die KiTa – tanzen, musizieren und lernen Englisch mit den Kindern. Zudem gab es, neben einer Cafeteria mit Kaffee und Kuchen, auch einen Grillstand um die Besucher zu verköstigen.

Die Räumlichkeiten wurden jedoch bewusst so gelassen, wie sie sonst auch sind. „Die Besucher sollten einen Einblick in unsere Räume und unser Konzept bekommen“, so Ute Mäteling, Leiterin der Kindertagesstätte. Dazu konnten die Gäste auch in einigen Foto-Alben stöbern und Bilder aus den vergangenen Jahrzehnten entdecken. Am Sonntagvormittag feierte Pfarrer Heucher mit den Besuchern einen Gottesdienst - Heucher kommt wöchentlich zu den Waldstrolchen.

40 Jahre: Eine Zeit, in der sich einiges verändert hat. Begonnen als Kindergarten, sind die Waldstrolche nun eine Kindertagesstätte mit Übermittagbetreuung. „Zwei Drittel der Kinder bleiben bis nachmittags, die Tendenz ist steigend“, sagt Mäteling. Aus anfänglich zwei Gruppen, wurden mit der Zeit drei: Rotkäppchen, Dornröschen und Schneewittchen. Neu dazu kamen die Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf haben sowie seit 2008 auch Kinder unter drei Jahren.

Auch baulich gab es in den vergangenen Jahren einige Neuerungen: Hinzu kamen zwei neue Schlafräume, ein Waschraum und ein Therapieraum. „Man sieht, dass angebaut wurde, aber das macht auch den Charme aus“, findet Mäteling. Im Therapieraum arbeiten ein Logo- und ein Motopäde. Durch die Reformen im Bereich Inklusion läuft dies im nächsten Jahr aus, dann sollen externe Therapeuten kommen. Ute Mäteling bedauert das: „Dadurch entsteht ein großer Mehraufwand für die Eltern, außerdem wird durch externe Kräfte mehr Unruhe in den Betrieb gebracht“, befürchtet sie.

Auch am pädagogischen Konzept habe sich mit den Jahren einiges geändert. „Wir versuchen mittlerweile sehr situationsorientiert zu arbeiten“, erklärt Mäteling. Das bedeutet, dass die Themen der Kinder in den Mittelpunkt gestellt werden. Ziel des Ansatzes ist es auch, dass Kinder ihre persönlichen Erlebnisse verarbeiten. Aktuell sind 62 kleine Waldstrolche in der Kindertagesstätte – zehn davon unter drei Jahren und fünf mit erhöhtem Förderbedarf. Weitere Veränderungen könnten kommen: Momentan denkt das Team darüber nach, das Mittagessen für die Kinder selbst zu kochen.