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Im Reparatur-Café geben Experten hilfreiche Tipps

07.11.2013 | 20:32 Uhr
Im Reparatur-Café geben Experten hilfreiche Tipps
Hartmut Mentzendorff, Elisabeth Reiter, Jörg Hessbrüggen und Hermann Schulte (von links) helfen im Reparatur-Café ehrenamtlich.Foto: Erwin Pottgiesser

Wesel.   Wegwerfen heißt heutzutage die oft und schnell geratene Lösung. Aber da müsste doch anderes zu machen sein, meint der Verbraucher. Jetzt gibt es eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer. Im Mehrgenerationenhaus raten sie, wie man sich selbst helfen kann. Motto: Ein Erfolgserlebnis, bei dem man Geld spart.

Der Toaster tut’s nicht mehr. Obwohl er noch gar nicht so alt ist. Was tun? Der Händler sagt: Nichts zu machen, den können Sie entsorgen. Der will doch nur einen neuen verkaufen, denkt sich der Kunde und überlegt, ob er jemanden mit Schraubenzieher kennt, der mal nachsieht. Selbst kann man ja nicht ... Oder doch? Das neue Reparatur-Café will da helfen.

Edith-Luise Jäger hatte die Idee. Und Jan und Victoria Ludigkeit auch. Fast gleichzeitig. Im Mehrgenerationenhaus, wo sie anklopften, ging man gerne darauf ein. Vornehmlich über einen Stand bei den PPP-Tagen wurden fachkundige Leute gefunden, die bereit sind, ehrenamtlich Tipps zu geben: Hermann Schulte für den Bereich Bautechnik und -beratung, Hartmut Mentzendorff für alles rund um Holz und Elektro, Elisabeth Reiter in Sachen Handarbeit und Software-Entwickler Jörg Hessbrüggen, wenn’s um Laptop, Software, Handy und Co. geht.

Letzter Montag im Monat ab 16 Uhr

Jeweils am letzten Montag eines Monats stehen sie im Mehrgenerationenhaus bei Kaffee und Nussecken parat. Zwischen 16 und 18 Uhr kann man dann von ihnen lernen. Kostenlose Handwerker sind sie nicht. Ihr Motto lautet „Hilfe zur Selbsthilfe“. Sie untersuchen, erklären, notieren Hinweise, welches Material benötigt wird und wo man es bekommt. Der Auftakt erfolgt allerdings an einem früheren Montag: am 11. November um 16 Uhr.

Rat Suchende müssen nichts zahlen, dürfen aber ein Spendenschwein füttern. Dass sie eine neutrale Auskunft erhalten und Geld sparen ist die eine gute Seite des neuen Angebotes, das es in anderen Städten schon gibt. Es gehe aber auch darum, Ressourcen zu schonen, sagt Edith-Luise Jäger, die ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen will. Derjenige, der mittels der wertvollen Tipps sich selbst hilft, ist stolz auf sich und seine neuen Fähigkeiten. Und die ehrenamtlichen Ratgeber trügen mit ihrem Wissenstransfer zu einer sinnvollen Nutzung vorhandenen, sonst aber leicht brach liegenden Know-hows bei, sagt Anne Oberdorfer, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Am Birkenfeld 14. „Als Rentner kann ich meine Kenntnisse weiterreichen“, sagt Hartmut Mentzendorff, und das sei für ihn eine Sinn gebende Sache.

Projektkoordinatorin Ute Zuckermann ist gespannt, wie die Resonanz ist. Sie sucht weitere Ehrenamtliche, die beim Reparatur-Café mitmachen ( 0281/952380).

Joachim Freund



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