Im Dschungel der Kunst

Schermbeck..  Abstrakte Betonskulpturen zwischen Stauden und Ziersträuchern, Aquarellgemälde inmitten immergrüner Zwergsträucher und prachtvoll bestickte Seidenvorhänge, die einen Pavillon zieren. Das ist nur ein kleiner Eindruck von dem, was die Baumschule Wüstemeyer am Wochenende zu zeigen hatte. Werke von 20 Künstlern konnten hier beim zweitägigen Kunstevent unter dem Motto „Gartenzeit“ besichtigt werden. Das Gelände am Frankenhof öffnete zum 15. Mal die Tore, um sowohl bekannten als auch neuen Künstlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeiten im grünen Ambiente zu präsentieren.

Fast überall, wo man hinschaute, gab es etwas zu entdecken. Aus einem Gewächshäuschen strahlte einen ein Tisch mit Silberschmuck an. Funkelnde Ketten, Ohrringe, Armbänder und Schlüsselanhänger häkelt Britta Greuel aus Silberdraht und arbeitet Swarowskisteine mit ein. An einer anderen Stelle hatte ein Raumausstatter Stoffe kunstvoll um einen Baum gewickelt. Sie sahen der Rinde zum Verwechseln ähnlich.

Während des Rundgangs konnte man außerdem liebevoll dekorierte Stände mit Perlen, Karten und Glaskunst oder Hüten, Lampen und Rosen aus Filz bestaunen. Auch verschiedene bunte Fotografien und Drahtkunstwerke machten den farbigen Blumen und Sträuchern Konkurrenz.

Tobias Dieckmann aus Rees versetzte die Besucher mit seinen Acrylgemälden ins Staunen. Er malte die Unikate mit einer Lupe, da er nur noch eine Seestärke von drei Prozent besitzt. Seine Werke beschreibt er selbst als „perfektionierte naive Malerei der 70er Jahre“. Er versucht möglichst viele Szenen aus Stadt und Land darzustellen. Seine Werke spiegeln Eindrücke aus seinem Leben und seiner Fantasie wider.

Wie durch einen Dschungel bahnte man sich seinen Weg vorbei an farbenprächtigen Rhododendronbüschen und gelangte zum Stand von Marian Hanka. Der Essener kreiert aus Besteck Schmuckstücke wie Kettenanhänger oder funktioniert eine Suppenkelle zum Kerzenständer um. Schillernde Farben begegneten einem bei Mercedes Moragas. Die Schmuckdesignerin aus Oberhausen präsentierte ihre Objekte auf Säulen aus gewelltem Plexiglas. Ganz andere Dinge gab es bei Annette Schreiner aus Dinslaken zu sehen: Sie fertigt einzigartige Marionetten wie den „Reisenden „Klausi“ oder den „Eismann Giovanni“.

Beim gemütlichen Beisammensitzen mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen hatte man am Schluss die Möglichkeit, die vielen Eindrücke des Zusammenspiels aus Kunst und Natur noch einmal Revue passieren zu lassen.