„Ich werde mich nicht wegdrängen lassen“

Hamminkeln..  Er sei sich bewusst, „dass heute noch nicht Schluss ist“, sagte Holger Schlierf bei seiner letzten Rede als Bürgermeister auf einem Neujahrsempfang der CDU. Seine Dienstzeit ende am 20. Oktober, bis dahin werde er sich der Arbeit widmen „und mich auch nicht wegdrängen lassen“. Damit konterte er den Vorschlag der Grünen, dass sich Bürgermeisterkandidaten, so sie denn schon feststünden, konstruktiv an den Haushaltsgesprächen beteiligen könnten.

Hamminkeln stehe vor großen Herausforderungen, sagte Schlierf, der die Stadt und ihre Personen als Bergsteiger-Crew darstellte, die zwar „schon gut vorangekommen“, aber nun in einen „schweren Schneesturm“ in Form der Haushaltslage geraten sei. Hinzu kämen andere Fragen, zum Beispiel, welche der 400 Kilometer Wirtschaftswege sich die Stadt leisten wolle oder wie die Asylbewerber untergebracht werden sollten. Derzeit lebten von rund 170 Menschen allein 120 in Ringenberg an der Belenhorst. „Das ist keine gerechte Verteilung“. Genauso müsse die Windkraft neu aufgestellt werden, auch Siedlungs- und Gewerbeflächen seien eine Herausforderung.

Andere Projekte seien auf einem guten Weg. Zum Beispiel das Baugebiet Brüner Straße. Darüber werde die Verwaltung am 19. Februar die Bürger informieren. Außerdem prüfe derzeit ein Gutachten, ob die Hauptschule Dingden Teilstandort der Gesamtschule werden könne.