Hoppeditz startet ganz jeck
13.11.2011 | 17:39 Uhr 2011-11-13T17:39:00+0100
Wesel.Auf dem Feldmarker Marktplatz wurde der Karnevals-Kasper zum Leben erweckt. Narren begrüßten ihn begeistert.
Mit pünktlichen acht Stunden Verspätung ist der Hoppeditz erwacht. Um 19.11 Uhr öffnete sich ein schwarzer Sarg auf dem Feldmarker Marktplatz - zunächst ein bisschen. Ein kugelrundes Auge blickte in die Schar der Jecken und Narren: „Keine Laternen? Ihr seid also Karnevalisten? Dann bin ich richtig! Seid ihr bereit?”, tönte es aus der Holzkiste.
Als Antwort bekam er ein dreifaches Helau „Wesel, Hoppeditz, Feldmarker KVC”. Dann ging der Sargdeckel ganz auf und heraus sprang der weiß-rote Karnevals-Kasper, eben „Hoppeditz“ genannt, und wurde begeistert von den Tanz-Mariechen und Narren in Empfang genommen. Seit Aschermittwoch hatte er geschlafen, um nun erneut den Karneval zu eröffnen.
Munteres Treiben nach dem Erwecken
Hoppeditz’ richtiger Name ist Dieter Jäger, er ist langjähriges Mitglied und außerdem als aktiver Tänzer bei den „Feldmarker Bauern” bekannt. Der 54-Jährige übernimmt seit 13 Jahren die traditionelle Aufgabe als „Hüpfekind“, und wie allen anderen Karnevalisten war ihm auch in diesem Jahr der Spaß daran wieder deutlich anzusehen.
Nach dem Erwecken wurde das „Prinzenpaar in Lauerstellung“ durch Präsident Adalbert Gose begrüßt. Ludger der Erste mit Frau Elke der Ersten wünschten ihrem Feldmarker Quanzum eine stimmungsvolle Session und gestanden gleichwohl, dass sie über den Trubel auf dem Marktplatz überrascht waren. In Lauerstellung aus dem Grund, weil sie erst in der nächsten Woche in der Niederrheinhalle zum Prinzenpaar gekürt werden.
Auch der Nachwuchs, Kinderprinzenpaar Justin und Lea-Marie, wurden fröhlich begrüßt, bevor dann schließlich die stellvertretende Bürgermeisterin Ulla Hornemann zum Mikrofon griff. Sie lieferte sich schon mal lauthals ein paar karnevalistische Wortgefechte mit den versammelten Narren und schloss ihre kleine Rede mit dem bekannten „Wesel Helau, Feldmarker Quanzum Helau, Hoppeditz Helau“.
Im Anschluss an den Startschuss zur fünften Jahreszeit zog der Verein „Vor’m Clever Tor“ mit einem Fackelzug zur Kneipe „Feldmarker Eck“, in der närrisch weitergefeiert wurde.
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