Hochzeit in der Nachkriegszeit

Hamminkeln..  Als sich Eduard und Gertrud Möllenbeck, die damals noch Lötting hieß, das erste Mal in Mehrhoog über den Weg gelaufen sind, herrschten um sie herum noch Trauer und Zerstörung. Es war 1948, mitten in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges. Beide waren junge Erwachsene und lebten im Dorf. In diesen schwierigen Umständen lernten sie sich kennen, mochten sich auf Anhieb, verliebten sich und beschlossen, dass sie immer zusammenbleiben wollen und heirateten am 16. Mai 1950.

Seit mittlerweile 65 Jahren sind die beiden Mehrhooger verheiratet, heute feiern sie ihre Eiserne Hochzeit. Sie haben zwei Kinder und sind weiterhin sehr fit und aktiv. „Wir sind zwar beide vom alten Schlag, aber wir fahren noch viel Rad und gehen sehr gerne zusammen spazieren“, beschreibt die 88-Jährige ihr heutiges Zusammenleben. „Uns geht es noch richtig gut!“

Die Zeit mit der Familie genießen

Der ebenfalls 88-jährige Eduard Möllenbeck arbeitete viele Jahre als Schlosser bei der Bahn, seine Frau kümmerte sich um die Kinder und den Haushalt. Ihr Garten zählte damals zu ihren größten Hobbys. Heute verbringen sie ihre Zeit am liebsten mit ihren drei Enkeln und zwei Urenkeln. Ein dritter Urenkel ist unterwegs, „aber das dauert noch ein paar Wochen“, erzählt Gertrud Möllenbeck lachend. Mit der Familie soll ihr 65-jähriges Ehejubiläum im Herbst auch gefeiert werden.