Hinter dem Horizont geht’s weiter...

Hamminkeln..  Mit eineramüsanten Abschlussfeier wurden die 117 Schüler der Heinrich-Meyer-Realschule der Stadt Hamminkeln am Freitagnachmittag feierlich entlassen. Für sie steht nun ein neuer Lebensabschnitt an. 25 Absolventen werden eine Ausbildung beginnen, haben dafür ihren Platz schon sicher. Die restlichen 92 Absolventen werden eine weiterführende Schule besuchen. Doch allzu viele Gedanken wollten sie sich darüber an diesem Tag nicht machen. Schließlich war es ihr Tag und da wurde vor allem eins: gefeiert.

Und das schon gleich zu Beginn mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche. Dann waren alle Eltern, Schüler und Lehrer in die Aula der Realschule geladen. Dort begrüßte das Moderatorenteam, Michel und Marco, zunächst den Schulleiter, Bernd Rolles. Dieser hielt keine große Rede, sondern verpackte seine Abschiedsworte in ein Lied – eine echte Premiere. Zu den Klängen von Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont geht’s weiter“ dichtete Rolles kurzerhand „Nach dem Abschluss geht’s weiter“ und besang so die Zukunft der Schüler. „Bildung macht euch stark“, gab er ihnen mit auf ihren neuen Weg. Diese etwas andere Form der Laudatio sorgte beim Publikum für großen Beifall und lockerte die Stimmung an diesem warmen Sommertag zusätzlich auf.

Ebenso wie die künstlerische Gestaltung, die gespickt war von Darbietungen der Schüler und Lehrer. So zeigte gleich zu Beginn die Tanz-AG der fünften Klasse ihr Können. Auch die verschiedenen musikalischen Darbietungen wie die des Chors der Klasse 10 d, der Schülerband mit Ann-Kathrin Scholten, Jens Fischer und Marco Hecker unter der Leitung von Egbert Hense oder die Lehrerband unter der Leitung von Michael Kotz, die den absoluten Mitsing-Song „An Tagen wie diesen“ zum Besten gab, sorgten für eine runde Sache.

„Bleibt geduldig“

Die stellvertretende Bürgermeisterin, Anneliese Große Holtforth, brachte ihr Grußwort in Redeform und nicht als Liedtext vor. Sie beglückwünschte die Schüler, bzw. Ex-Schüler, zu ihrem Abschluss und beschwor auch eine gewisse Wehmut hervor. Doch auch wenn es nun eine Veränderung gebe, so sei dies vor allem eine Chance. Auch eine Chance, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, seinen Weg zu gehen und sich „den Anforderungen zu stellen“. Sich, falls nötig Hilfe zu holen, und vor allem eins: „Stellt euch den Anforderungen und bleibt geduldig.“