Himmelwärts

Auch diesen Birken ging es an die Äste.
Auch diesen Birken ging es an die Äste.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In Schermbeck gehen Fachmänner in die Luft, um Bäumen die Krone zur richten. Keine Zukunft hingegen gibt es für sechs Platanen im Bereich Kapellenweg, Schienebergstraße und Landwehr.

Schermbeck..  Wer diesen Baum in seine Arme schließen möchte, der muss entweder ein Riese sein oder noch zwei Stammhalter zur Verstärkung mitbringen.

Die mächtige Kastanie, die das Ortsschild Damm an der Alten Landstraße um ein Vielfaches überragt, hat einen Umfang von vier Metern. Und sie ist mit ihren amtlich notierten 16 bis 18 Metern Höhe so groß, dass die Gemeinde für die Baumpflege ein Unternehmen beauftragen muss. „Da reicht unser Steiger nicht mehr aus“, sagt Günter Gätzschmann vom zuständigen Fachbereich.

Dienstagkonnten Anwohner die Fachleute der Firma Feldhaus dabei beobachten, wie sie dem Baum, dessen Rinde das grün-weiße Dreieck des Naturdenkmals schmückt, zu Leibe rückten. Dabei führten sie nur Gutes im Schilde.

Damit sich die majestätische Kastanie keinen Zacken aus der Krone bricht und so zur Gefahr für Passanten werden könnte, braucht sie alle paar Jahre eine ausgiebige Kronenpflege und Sicherung. Gestern wurde nicht nur morsches Holz entfernt.

Die dicken Seile, die die Äste gegen das Ausbrechen sichern, wurden diesmal auch erneuert. „Manche der Gurte können sieben bis acht Tonnen stützen“, erklärt ­Gätzschmann. „Nach dieser Kronensicherung haben wir wieder für mehrere Jahre Ruhe.“

Wurzeln reichen bis in den Kanal

Ein weiterer Riese wurzelt Im Trog. Auch diese so markante und denkmalgeschützte Rotbuche, die sehr nah an einer Hausand wächst, wird wieder verkehrssicher und fit gemacht. Auf dass sich noch viele Jahresringe im Stamm bilden. Der stellt mit 4,61 Metern Umfang und 26 Metern Höhe übrigens sogar noch die Dammer Kastanie in den Schatten.

Keine Zukunft hingegen gibt es für sechs Platanen im Bereich Kapellenweg, Schienebergstraße und Landwehr. Mit ihrem Wurzelwerk haben sie größeren Schaden angerichtet und werden deshalb gefällt.

„Wir haben entdeckt, dass einige Wurzeln sogar ins Kanalnetz ragen“, so Günter Gätzschmann. Ersatz für diese Bäume wird es geben. Allerdings müssen sich die Flächen zunächst erholen.

Und noch mehr Bäume: Die Nachpflanzungen im Ortskern, unter anderem am Mühlenteich, sind abgeschlossen. Auch der Rückschnitt von Platanen im Bereich Schienebergstraße und Landwehr ist erledigt.