Hell, großzügig und barrierearm

Wesel..  Mehr als ein Jahr lang mussten sich Anwohner des Altstadtviertels mit Baustellenlärm und Schmutz arrangieren, doch die Geduld hat sich gelohnt: Der Entenmarkt, die Rheintorstraße und die Rheinstraße sind nach einer vollständigen Sanierung kaum wiederzuerkennen. Nach Abschluss der Arbeiten eröffnete Bürgermeisterin Ulrike Westkamp den Straßenzug gestern mit einer kleinen Feierstunde offiziell.

Das Altstadtviertel habe sich vor der Sanierung im wahrsten Sinn des Wortes alt präsentiert, sagte die Verwaltungschefin. Die Straßen waren eng, unansehnlich und ohne Grün gestaltet, die Kanäle wiesen mittlerweile große Schäden auf und mussten saniert werden.

Für alles in allem 970 000 Euro wurden die Straßen im so genannten Mischprinzip ausgebaut – das heißt niveaugleich und ohne Hochbord. Das macht den Altstadtbezirk optisch viel breiter und großzügiger und ist vor allem auch für Fußgänger attraktiv und barrierearm. Ansprechend und aufwertend wirken auch die 25 Bäume, die gepflanzt wurden. Mit 47 Plätzen ist die Zahl der Parkmöglichkeiten gleich geblieben. Die Stellflächen sind nun markiert.

Mit 443 000 Euro trug die Stadt den größten Anteil der Finanzierungskosten. Der Rest stammt aus Erschließungsbeiträgen der Hauseigentümer und Geldern aus dem Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“. Die Sanierung des Altstadbezirks ist Teil des Masterplans Innenstadt, der 2005 vom Weseler Rat beschlossen und nun nach und nach umgesetzt wird.