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Kunst

Hans Sieverding schenkt Wesel 13 Bilder

21.05.2010 | 16:31 Uhr

Wesel.Der Maler Hans Sieverding, der von 1975 bis 1990 in Wesel lebte, schenkte dem Städtischen Museum 13 Bilder, die die Zerstörung und den Wiederaufbau der Hansestadt thematisieren.

„Wesel ist eine faszinierende Stadt“, findet Hans Sieverding. Eine Stadt, die einst von historischer Schönheit geprägt war, im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört wurde und dann auf gleichem Grund so völlig neu und anders wieder entstand. Diese Geschichte hat der heute 72-jährige Maler, der von 1975 bis 1990 in der Hansestadt lebte und arbeitete, in einer Reihe seiner Bilder festgehalten. 13 dieser Werke schenkte der Künstler nun der Stadt Wesel für das Städtische Museum im Centrum.

„Spuren einer Stadt“ heißt der Zyklus über die Zerstörung und den Wiederaufbau Wesels. Entstanden sind die Arbeiten in der Zeit, als Hans Sieverding in der Hansestadt wohnte. Bereits 1991 zum Stadtjubiläum waren sie im Centrum zu sehen. Nach der Ausstellung erwarb die Stadt vier der Arbeiten, die übrigen nahm der Künstler mit in den Odenwald, wo er seit 1990 lebt.

Materialien aus der Stadt

„Ich wollte die Bilder aber nicht woanders als in Wesel ausstellen“, erklärte Hans Sieverding, wie es nun zu der Entscheidung kam, die Werke der Stadt Wesel zu schenken. „Diese Arbeiten sind nicht nur ganz nah an Wesel dran, sie sind Wesel“, sagte er. Und das ist sogar wörtlich gemeint, denn in allen Arbeiten der Reihe sind Materialien aus der Hansestadt verarbeitet.

„Unter dem neuen Wesel, in der Erde finden sich noch immer Spuren der alten Stadt“, erklärte Hans Sieverding. Im Zuge seiner Arbeit an den Bildern sei er deshalb in Baulöchern „herumgekrabbelt“ und habe genau nach diesen Spuren gesucht. Sand, Holz, Draht, Pappe, Stoffreste und mehr hat der 72-Jährige bei seinen Recherchen gefunden und in seinen Werken verarbeitet.

Entstanden sind auf diese Weise Arbeiten, die einen ganz neuen und unerwarteten Ansatz zum Thema Stadtgeschichte bieten. Auf den ersten Blick ist der Bezug zur Hansestadt bei den meisten der Stücken nicht zu erkennen, man muss ganz genau hinsehen.

„Das sind ganz tolle Arbeiten, wir sind sehr glücklich, sie nun wieder hier in Wesel zu haben“, freute sich Bürgermeisterin Ulrike Westkamp über die Schenkung. Und auch der Leiter des Städtischen Museums, Jürgen Becks, dankte Hans Sieverding für das Geschenk. „Ich selbst freue mich, dass die Bilder nun da sind, wo sie hingehören“, sagte Hans Sieverding.

Gabi Schultze

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