Häfen in Wesel sollen mehr sein als ein Umschlagplatz

Um den Rhein-Lippe-Hafen für Unternehmen noch attraktiver zu machen, wird bis Ende des Jahres eine Kaimauer gebaut.
Um den Rhein-Lippe-Hafen für Unternehmen noch attraktiver zu machen, wird bis Ende des Jahres eine Kaimauer gebaut.
Foto: WAZ FotoPool
  • Für den Geschäftsführer von Delta-Port entwickelt sich die Hafenlandschaft am Niederrhein positiv
  • Der Stadthafen Wesel ist zu 100 Prozent ausgelastet, Güterumschlag: 1,4 Millionen Tonnen jährlich
  • Die Standorte der Delta-Port-Häfen sind laut des Geschäftsführers ein Trumpf und bedeutend für das Land

Wesel.. Wie entwickelt sich die Hafenlandschaft am Niederrhein? „Positiv“, sagt der neue Geschäftsführer von Delta-Port, Andreas Stolte, bei einer öffentlichen Fraktionssitzung der SPD.

Seit drei Monaten ist der diplomierte Wirtschafts-Ingenieur jetzt im Amt, hat aber schon ganz genaue Ziele, wie es mit den drei Häfen Stadthafen Wesel, Rhein-Lippe-Hafen Wesel und dem Hafen Emmelsum auf Voerder Stadtgebiet, die alle zu Delta-Port gehören, in Zukunft weitergehen soll.

Neue Kaimauer für 8,8 Millionen Euro

„Wir wollen, dass sich Unternehmen ansiedeln und so Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Häfen sollen mehr sein, als ein Umschlagplatz für Güter“, erklärt Andreas Stolte. Dafür werde auch einiges getan: Für 8,8 Millionen Euro wird am Rhein-Lippe-Hafen eine neue Kaimauer gebaut, die laut Stolte bis Ende des Jahres fertig gestellt sein soll. Die Kaimauer ist wichtig, damit dort Binnenschiffe anlegen können und dort so unter anderem der Mineralölumschlag gefestigt werden kann. So soll der 65 Hektar große Standort auch für hafen- und produktionsaffine Logistikunternehmen attraktiver werden. 700.000 Tonnen werden im Rhein-Lippe-Hafen jährlich umgeschlagen. Zum Vergleich: Beim Stadthafen Wesel, der zu 100 Prozent ausgelastet ist, gibt es einen Güterumschlag von Schüttgut, Futtermittel und Salz in Höhe von 1,4 Millionen Tonnen.

Durch die Auswirkung der Energiewende gibt es gerade in der Stahlindustrie einen Rückgang, gleichzeitig steigt aber auch der Import an Konsumgütern. „Es kommen immer mehr Konsumgüter auf größeren Schiffen aus Asien in die Häfen in Rotterdam und Antwerpen. Dort werden sie auf Rheinschiffe umgeladen“, sagt Andreas Stolte. An diesem Trend wolle man teilhaben. Und hier seien die Standort der Delta-Port-Häfen ein Trumpf. Mit Hilfe von Lkw und Zügen könne die Ware direkt an den großen Staus um Köln vorbei zu den Konsumenten gebracht werden. „Das ist ein großer Vorteil für den Standort Wesel direkt vor den Toren des Ruhrgebiets“, ist sich der Geschäftsführer sicher, „die Häfen sind bedeutsam für das Land“.

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