Glühwein und Gourmet-Currywurst
27.11.2011 | 17:59 Uhr 2011-11-27T17:59:00+0100
Wesel.Es ist ein ganz besonderer Adventmarkt, der nun bereits zum neunten Mal stattfand. Siebzig Vereine, Verbände und karitative Einrichtungen boten, vorweihnachtliche Genüsse für alle Sinne.
Auf den ersten Blick decken sich die Eindrücke mit denen x-beliebiger Adventmärkte im Land. Es riecht nach Mandelplätzchen und Glühwein, aus Lautsprechern tönen die bekannten Weihnachtslieder und aus Holzhütten preisen Händler ihre Waren an. Aber nach wenigen Schritten wird der Unterschied deutlich: Plätzchen, leuchtende Weihnachtssterne und all die duftenden Leckereien sind selbst hergestellt und jeder ausgegebene Euro dient einem guten Zweck. „Wir fahren mit Kindern und Müttern in den Zoo, die sich das sonst nicht leisten können oder organisieren Ausflüge für Bewohner von Altenheimen“, berichtet Renate Jung vom Weseler Lions Club, dessen Mitglieder seit Monaten Marmelade kochen und Plätzchen backen.
Gurken aus Venezuela
Das haben die Kinder der Montessorischule auch getan und auf diese Weise festgestellt, dass man Lebensmittel selber herstellen kann. „Sie haben große Augen bekommen, als sie gesehen haben, wie viel Zucker in die Marmelade kommt“, erklärt Michaela Sauerland, eine der teilnehmenden Mütter. Für die Förderung des Nachwuchses bot der Schießsportverein Fusternberg neben liebevoll gebastelten Holzfiguren aus Makkaroni hergestellte „Nudelengel“ an. Die Himmelsboten am Stand des Städtischen Musikvereins dürften hingegen Seltenheitswert haben. Sie sind aus einhundert Jahre altem Notenpapier, das Anne Leibnitz von ihrer Mutter geerbt hat. Für die musikalischen Einlagen sorgte „Discjockey“ Bernhard Dick. Tänzerisch in Szene gesetzt wurden die Weihnachtslieder von der TSG Balance Wesel.
Ein Beispiel für die kulinarische Vielfalt dieses Adventmarktes sind Gurken nach einem venezolanischen Rezept. Die Austauschorganisation AFS nutzt die reichhaltigen Erfahrungen ihrer Schüler aber auch für Erfahrungsberichte über Weihnachtsbräuche aus vierzig Ländern der Erde, die sie kostenlos an die Besucher verteilten.
Unterstützung
Als Anlaufpunkt für Feinschmecker entwickelte sich die mobile Küche der Miniköche. Für das Projekt „Kinder helfen Kindern“ zauberte der Küchennachwuchs erlesene Speisen wie Lebkuchenbrösel an heißen Kirschen mit Sahne und Schokostreuseln oder Marillenknödel. Die klassische Currywurst befand sich ebenfalls im Angebot. Bei der Currysauce der Miniköche handelt es sich allerdings um ein Spezialrezept mit Zutaten wie Apfelmus, Tabasco oder durch aufkochen reduzierte Cola.
Spenden von Weseler Geschäftsleuten ermöglichtem dem Kinderschutzbund eine große Tombola. Ziel der Aktion war es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Zu uns kann man ungezwungen kommen. Wir bieten zum Beispiel kostenlose Hausaufgabenbetreuung an“, erzählt Birgit Dams.
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Der Adventmarkt war mal wieder schön. Mit einem Glühwein in der Hand, hier und da ein Schwätzchen, oder ein wenig rumstöbern. Man sollte diese Einrichtung pflegen.