Giftköder in Wesel gemeldet - zwei Hunde und zwei Katzen verendet

Die Hundefreilauffläche auf der Landzunge zwischen Yachthafen und Rhein. Hundehalter meldeten Giftköder, die Stadt kontrollierte den Bereich seit Anfang April 80 Mal.
Die Hundefreilauffläche auf der Landzunge zwischen Yachthafen und Rhein. Hundehalter meldeten Giftköder, die Stadt kontrollierte den Bereich seit Anfang April 80 Mal.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
An den Hundeauslaufzonen am Auesee und am Rhein sowie im Heubergpark und am Glacis sollen Giftköder gefunden worden sein, berichtet eine Weselerin. Zwei Hunde und zwei Katzen seien verendet, zwei weitere Hunde würden in einer Tierklinik behandelt. Die Ermittlungen sind für die Polizei - wie immer bei ausgelegten Tierködern - kompliziert.

Wesel.. Giftköder, mit denen Menschen Hunden, Katzen oder anderen Tieren schaden oder sie gar töten möchten, „sind seit Jahren in regelmäßigen Abständen immer wieder ein Thema“, weiß Polizeisprecherin Sabine Vetter. „Aber auch immer ein schwieriges Thema, denn es ist für uns in der Regel sehr kompliziert, da etwas Konkretes zu finden.“

So auch aktuell: An den Hundeauslaufzonen am Auesee und am Rhein, sowie auch im Heubergpark und am Glacis sollen Giftköder gefunden worden sein, sagt eine Weselerin. Zwei Hunde und zwei Katzen seien bereits verendet, zwei weitere Hunde würden in einer Tierklinik behandelt.

Bei der Polizei liegt dazu eine Anzeige vor. Aber auch in diesem Fall seien die Ermittlungen schwer, sagt Sabine Vetter. „Nach solchen Vorkommnissen ist es sowohl für Hundehalter als auch für Ermittler nicht einfach, herauszufinden oder zu beurteilen, ob es tatsächlich ein absichtlich ausgelegter Köder war, den ein Hund oder eine Katze gefressen hat, oder etwas anderes Verdorbenes.“ Kompliziert werde es außerdem, weil es in solchen Fällen schnell zu Gerüchten komme. „Einer hat was gesehen, ein anderer hat davon gehört. Aber oft weiß niemand etwas Genaues.“ Dass es Menschen gibt, die gezielt Giftköder auslegen, will Sabine Vetter aber gar nicht abstreiten. „Es gibt den ein oder anderen Vorfall, von dem wir auch wissen.“

Auslaufflächen seit April 80 Mal kontrolliert

Schon Anfang April habe es Hinweise eines Bürgers auf ausgelegte Giftköder auf der Landzunge gegeben, sagt Klaus Schütz, zuständiger Dezernent bei der Stadt Wesel. Ein Rattenköder sei gefunden worden, die Stadtwacht habe daraufhin die gesamte Insel abgesucht. „Und es wird auch weiterhin regelmäßig kontrolliert“, sagt Schütz. „Seit Anfang April insgesamt 80 Mal an den Auslaufflächen an der Landzunge und am Auesee sowie auch um den See.“ Gefunden worden sei bislang aber nichts mehr.