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Getränke Weber hat eine Rock'n'Roll-Abteilung
10.02.2010 | 12:17 Uhr 2010-02-10T12:17:00+0100
Wesel. Der Getränkehändler Weber hat neben den üblichen Abteilungen eine recht ungewöhnliche: die Rock'n'Roll-Abteilung. Die organisiert den Getränkeverkauf bei Konzerten und Festivals deutschlandweit. Da läuft einem auch schon einmal Angus Young im Jogginganzug über den Weg.
Verschiedene Abteilungen – das haben die meisten Firmen. Buchhaltung, Vertrieb, Personal oder Marketing. Aber eine Rock'n'Roll-Abteilung? Das ist dann doch eher die Ausnahme.
Der Getränkehändler Weber an der Alten Roßmühlenstraße hat eine solche Abteilung – und zwar eine, die sich sehen lassen kann. Von dort aus organisiert Geschäftsführer Gerd Durst den Getränkeverkauf bei Konzerten und Festivals in ganz Deutschland, aber auch im Ausland.
Für den operativen Teil zuständig
Mit einem Augenzwinkern nennt der 42-jährige Düsseldorfer, der den Weseler Getränkehandel 2007 übernommen hat, sein zweites Standbein die „Rock'n'Roll-Abteilung”. Schon seit 15 Jahren arbeitet er mit Catering-Firmen zusammen, die Aufgaben an verschiedene Unternehmen abgeben. Gerd Durst und sein Team sind für den operativen Teil des Getränkeverkaufs zuständig. Das heißt, seine Mitarbeiter stehen bei Großveranstaltungen hinter dem Tresen und verkaufen Bier und Co.
Hurricane, Rock am Ring, Bizarre, Southside, Terremoto – bei diesen und zig weiteren Festivals haben Gerd Durst und seine – je nach Größe der Veranstaltung – 80 bis 150 Aushilfskräfte bereits gearbeitet. Auch bei Konzerten der Ärzte und Toten Hosen, Metallica, Tina Turner oder der Rolling Stones hat der Weber-Geschäftsführer im Catering mitgewirkt, sowohl für das Publikum als auch für die Künstler. Organisiert werden die Einsätze alle von seiner „Schaltzentrale”, dem Büro über dem Weber-Verkaufsraum, aus.
„Die Planung großer Festivals ist mittlerweile Routine”, erklärt Gerd Durst. Wie viele Liter Bier bei einer Großveranstaltung wie Rock am Ring fließen, das verrät der 42-Jährige nicht. „Bei 90 000 Besuchern sind das unvorstellbare Mengen”, sagt er. Das Team bezieht während einer mehrtätigen Veranstaltungen einen Personal-Campingplatz, in einem Wohnwagen wird ein Büro eingerichtet. Auch viele Aushilfen aus dem Kreis Wesel sind immer mit dabei.
Die Show muss weitergehen
Erlebt und gesehen hat Gerd Durst in 15 Jahren schon eine Menge. „Angus Young (Foto oben rechts, Anm. d. Red.) im Jogginganzug hinter der Bühne, das war ein unvergesslicher Anblick”, erinnert er sich. Aber auch traurige Erlebnisse, wie der Einsturz eines Bühnendachs mit Toten, gehören zum Job. „Wie heißt es so schön”, sagt Gerd Durst. „The Show must go on.”
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