Gesucht: Menschen, die helfen wollen

Walburga Boekels zeigte mit Hündin mit Czilla, was  Rettungshunde leisten können.
Walburga Boekels zeigte mit Hündin mit Czilla, was Rettungshunde leisten können.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Das Weseler DRK zeigte beim Tag der offenen Tür die breite Palette der Aktivitäten.

Wesel..  Vielseitig. Damit lässt sich die Arbeit des Deutschen Roten Kreuz (DRK) wohl am besten zusammenfassen. Denn die Aufgaben und Einsatzbereiche sind so verschieden, dass es „für jeden das passende gibt“, versichert Marlies Fey, Sprecherin des DRK-Ortsvereins Wesel, beim Tag der offenen Tür am Samstag.

Seit Mai 2014 hat der Ortsverein ein neues Gebäude an der Handwerkerstraße. Dadurch wollte man auch attraktiver werden und mehr Platz für Ausbildung und Jugend-arbeit haben. Und so langsam beginnt es zu fruchten. Am 11. Juni findet um 17.30 Uhr ein erstes Treffen für das Jugendrotkreuz im DRK-Zentrum statt. Denn eines, das bekräftigt auch Fey, ist sicher: Jeder kann helfen. „Wir brauchen dringend Menschen, die anderen Menschen helfen wollen“, betont sie. Und beim Roten Kreuz könne jeder sich nach seinen Fähigkeiten engagieren und einbringen. Ob bei der Technikabteilung, dem Fernmeldedienst oder beim Betreuungsdienst. Überall ist man gern gesehen. Neben dem ehrenamtlichen Engagement ist aber auch die Ausbildung eine wichtige Komponente. Schließlich komme man mit Geräten in Berührung, deren Bedienung gelernt sein will.

Das fängt schon beim großen Feldkochherd an. Mit immerhin vier Zwölf-Liter-Gasflaschen wird er betrieben. „Da braucht man schon eine vernünftige Einweisung“, bestätigt Fey. Dabei ist gerade die Verpflegung eine der zentralen Aufgabenbereiche des DRK. Ob bei Katastrophen, zur Unterstützung der Feuerwehr oder von Schützenvereinen, die Männer und Frauen in Rot sind gefragt. Meistens wird dann jedoch nicht der große Feldkochherd aufgebaut, sondern die stationäre Küche im DRK-Zentrum genutzt. Dennoch wird auch wie bei allen anderen Aufgaben Wert auf das gewisse Extra gelegt. „Wir kochen immer frisch“, betont Fey. Auch für die Erbsensuppe wurden die Hülsenfrüchte schon am Vortag eingelegt. „Da geht es um die Kochehre“, meint Fey. Schließlich haben die Aktiven extra auch einen eigenen Gemüse- und Kräutergarten angelegt. Zwiebeln, Gurken, Rosmarin und Schnittlauch sind nur eine kleine Auswahl an Leckereien, die so den Gerichten noch den Pfiff geben. Auch mit diesen Fähigkeiten, kann man also zum Roten Kreuz gehen.

Zeitgleich zeigt auf der Wiese vor dem DRK-Zentrum, auf dem demnächst eine Tagespflegeeinrichtung errichtet wird, die Rettungshunde-staffel Viersen ihr Können. Menschen suchen, ist ihre Spezialität. „Erst vergangenen Donnerstag hatten wir zwei Einsätze“, berichtet Rettungshundeführer Rainhard Schlaugat. Insgesamt zwölf Stunden waren Hund und Mensch im Einsatz. Das kostet Kraft und benötigt zudem die Unterstützung vom Arbeitgeber.