Gemeinsam mit den Bürgern gestalten

Schermbeck..  Zum Neujahrsempfang hatte die CDU Schermbeck am Samstag ins Begegnungszentrum des Rathauses eingeladen; über 100 Gäste waren dabei. Ulrich Stiemer, Vorsitzender des Gemeindeverbands, meinte in seiner Begrüßung, dass 2014 „das schnellste Jahr“ in seinem Leben gewesen sei. Mit der Wahl zum Nachfolger von Christian Hötting sei er ins „kalte Wasser geworfen“ worden. Aber spätestens sein Ergebnis bei der Kommunalwahl habe ihm gezeigt, „dass meine Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen, richtig war“.

Bürgermeister Mike Rexforth blickte in seiner Rede („Titel: „Von der Wahl bis heute“) auf „ein überaus erfolgreiches Jahr 2014“ zurück. Die Bürgermeisterwahl nannte er „ein hartes Stück Arbeit“, und er werde die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Ernst-Christoph Grüter fortführen. Er appellierte, „das Haar in der Suppe nicht zur Perücke zu machen“ und kritisierte deutlich „eine Fraktion“, die mit ihren zahlreichen Anträgen die Arbeit im Rathaus lähme. Bei diesen Anträgen stehe die Sache „nicht immer im Vordergrund“. Sein Ziel: Er wolle „mit den Bürgern gemeinsam gestalten“.

Als Erfolg erwähnte er das Umgestalten der Grünanlagen am Rathaus mit der Pflanzaktion. Neben diesen öffentlichen habe es auch interne Änderungen gegeben, so die Umstrukturierung im Rathaus. Die wieder besetzte Rezeption erwähnte er als eine für den Bürger sichtbare Änderung. Durch das Gewinnen von fünf ehrenamtlichen Helfern für die Gemeindebücherei hoffe er, damit „einen großen Schritt zur langfristigen Sicherung“ des Angebots gemacht zu haben.

Im Ausblick auf 2015 gelte es, „gute Förderbedingungen“ für die Bildung zu schaffen. Als „tollen Erfolg“ wertete er den Anschluss von 15 Höfen im Dämmerwald an die Löschwasserversorgung.

Als „große Aufgabe“ werde auf die Kommune das Unterbringen und die Integration neuer Flüchtlinge zukommen. „Die zwei Standorte werden nicht ausreichen,“ ist Rexforth überzeugt, auch wenn die Zahl der künftigen Zuweisungen des Landes noch nicht abzuschätzen sei. Flüchtlinge seien in Schermbeck willkommen, versicherte Rexforth. „Zu dieser Pflicht stehen wir.“

Zum Schluss lüftete er das Geheimnis um die weiße E-Gitarre, die er mitgebracht hatte. Er bat die Bundestagsabgeordnete Sabine Weiß, das Instrument der Bundeskanzlerin für eine Widmung vorzulegen. Die Abgeordnete stellte anschließend Aspekte der Bundespolitik vor.

Zudem ehrte die CDU Jubilare: Seit 25 Jahren in der Partei ist Maria Sprock. Auf 40 Jahre blicken zurück: Katharina Birkenfeld, Heinz Egon Borgs, Gustav und Heinz Hemmert, Walter Heyne, Günter Karasz, Bernhard Mümken, Ferdinand Rammrath, Antonius Rittmann, Heinrich Steinkamp, Heinrich Temmler und Heinrich Wilsing.

Für Musik sorgte das Trio „The Art of Swing Claudi-Adam-Schröder“, und von der üblichen Spendenaktion sollen die Kinderferienfreizeiten der beiden Schermbecker Kirchengemeinden profitieren. Jugendleiter Patrick Bönki: „Machen Sie Ihre Portemonnaies leer.“