Gemeinsam gegen Krach auf Hamminkelner Straßen

Unter anderem mit diesem Motiv möchten Thunderbike und Stadtverwaltung die Motorradfahrer
Unter anderem mit diesem Motiv möchten Thunderbike und Stadtverwaltung die Motorradfahrer
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Thunderbike und die Stadtverwaltung Hamminkeln möchten röhrenden Motoren Einhalt gebieten. Ab sofort heißt es: „Laut ist out!“

Hamminkeln..  Die Sonnenstrahlen und warmen Temperaturen sind wie geschaffen für einen Ritt auf dem Motorrad. In Scharen werden sich die Feuerstuhlliebhaber auch in dieser Saison wieder auf den Weg machen, die Hamminkelner Straßen entlangfahren und damit eine jahrelange Debatte wieder neu entfachen. Schließlich ist der Krach um den Krach in den Ortsteilen - allen voran in und um Brünen - genauso endlos wie die Strecken am Niederrhein schön sind.

„Wehret den Anfängen“, hat sich der Motorradhändler und -hersteller Thunderbike deshalb gedacht, genauso wie die Stadtverwaltung. Gemeinsam haben sie nun eine Kampagne gestartet, die Motorradfahrer daran erinnern soll, ihre Maschinen nicht allzu sehr aufzudrehen, um den Anwohnern den Aufenthalt an der frischen Luft nicht zu verleiden. „Laut ist out!“ heißt die Initiative.

200 Plakate und rund 10 000 Faltkarten und Flyer haben Thunderbike und Stadtverwaltung drucken lassen. Ab heute werden sie im gesamten Stadtgebiet verteilt und aufgehängt. Die Motive hat der Künstler Sepp Buchegger beigesteuert, der Text stammt von den Initiatoren selbst. „Nehmt Rücksicht!“ steht unter anderem in großen roten Lettern darauf. Darunter verbildlichen Bucheggers bunte Motive, was Stadt und Thunderbike möchten: eine friedliche Koexistenz von Anwohnern und Bikern.

Die Idee zu dieser Aktion war bei Thunderbike schon im vergangenen Jahr entstanden. Und das aus zweierlei Motiven. Zum einen könne man die Anwohner gut verstehen, sagt Thunderbike-Pressesprecher Ben Ott. Zum anderen wolle man dem Vorwurf entgegenwirken, „dass wir die Schuldigen sind“. Das sei nicht der Fall. Es seien vornehmlich Einzelne, die die Hähne an ihren Öfen aufrissen und die Motoren heulen ließen. Diese „Macker und Welle-Macher“ gebe es immer, sagt Ott. Und besonders diese versuchen Stadt und Thunderbike nun zu sensibilisieren.