Gelacht, gesungen, geschunkelt

Applaus für die Beiträge der Kappensitzung der KAB in Mehrhoog.
Applaus für die Beiträge der Kappensitzung der KAB in Mehrhoog.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Beim Kappenfest der KAB Mehrhoog gab es lustige Beiträge und Stimmungslieder – und gute Ratschläge vom Doktor vom Lande...

Hamminkeln..  Für ihr traditionelles Kappenfest am Sonntag hatte die Karnevalsgruppe der KAB Mehrhoog das Edith-Stein-Heim in einen bunten Prunksaal verwandelt. Rund 70 Senioren, die meisten in kreativer Kostümierung, schunkelten zu stimmungsvoller Musik.

Sechs Mitglieder der Karnevalsgruppe hatten Vorträge und Büttenreden geschrieben. Den Anfang machten Brigitte Heisterkamp und Marijke Linneweber mit einem Gespräch, in dem die Ur-Mehrhoogerin Brigitte der später zugezogenen Marijke von ihrer Kindheit in Mehrhoog erzählte.

Es waren authentische Erinnerungen. So manches Mal ließ sich ein „Ja, das war wirklich so“ aus dem Publikum vernehmen. Die flapsigen Kommentare der beiden Akteurinnen hatten hohen Unterhaltungswert – etwa die Beschreibung der früheren B8: „Mehr wie so’n Fußgängerweg“.

Doktor vom Lande

August Boland begeisterte mit einer Büttenrede, die neben perfekter Reimform auch eine hohe Pointen-Dichte aufwies. „Als Doktor vom Lande komm’ ich zu euch her. Ich muss euch sagen, ihr kränkelt alle sehr“, begann er, und lästerte fortan über die Wehwehchen seiner fiktiven Patienten aus dem Ort.

„Fastnachtsfieber“ lautete die abschließende Diagnose. Behandelt werden müsse es nicht - am Aschermittwoch höre es von selbst auf.

Für sicherlich ebensoviele Lacher sorgte Edda Dopp mit den Erzählungen von ihrer „Reise nach Lübeck“.

Wegen unklarer Beschilderung mussten die Protagonisten „Mudder“ und „Vadder“ auf Socken durch die Hansestadt schleichen und aufgrund von Verständigungsproblemen konnten sie dort weder einen Regenschirm, noch einen Spiegel erwerben. Auch bei diesem Vortrag war das Publikum den Lachtränen nahe.

Musiker „Lars“ brachte das Publikum zwischen den einzelnen Vorträgen mit typischer Schunkelmusik in Feierlaune. Bei Liedern wie „Rot sind die Rosen“, „Wer soll das bezahlen?“ oder „In München steht ein Hofbräuhaus“ bewiesen die etwa 60- bis 70-jährigen Teilnehmer große Textsicherheit. Passend zu „An der Nordseeküste“ wurde geschunkelt wie beim Seegang auf hoher See.