Gedenkfeier für drei Gerechte unter den Völkern

Hünxe..  Als besondere Heldentat haben Hulda und Otto Pankok ihr Verhalten nie empfunden. Sie taten, was sie für geboten hielten. Im Herbst 1944 gewährten die Journalistin und der Künstler dem Maler Mathias Barz und seiner jüdischen Ehefrau, der Schauspielerin Hilde Barz, in ihrem Haus in Pesch bei Bad Münstereifel Unterschlupf und retteten sie so vor den Nationalsozialisten. Für diese riskante Herzenstat wurden sie im Dezember 2014 vom Staat Israel mit dem Titel „Gerechte unter den Völkern“ geehrt (es stand in der NRZ) – mit der höchsten Auszeichnung, die Israel an Nichtisraelis zu vergeben hat. Nun folgt die Feierstunde im Hünxer Pankok-Museum. Neben Hulda und Otto Pankok wird auch dem katholischen Eifelpfarrer Joseph Emonds gedacht, der dabei half, das Ehepaar Barz zu verstecken und ebenfalls als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet wurde.

Am Samstag, 24. Januar, 17 Uhr wird Haus Esselt zum Treffpunkt für die vielen Bekannten und Freunde von Museum und Familie, die im Dezember keine Gelegenheit hatten, an der Feierstunde im Berliner Kammergericht teilzunehmen. Die Veranstaltung ist schlicht als „Würdigung“ betitelt. Man habe sich vorgenommen, die historischen Hintergründe und das mutige Handeln der drei Geehrten nachzuzeichnen, heißt es in der Einladung.

Gastgeber sind Eva Pankok und Christoph Leisten, Vorsitzender der Pankok-Gesellschaft. Eva Pankok, Tochter von Hulda und Otto Pankok, war in jenem Herbst 1944 19 Jahre alt. „Feigheit ist eine Sünde“, sagte die heute 89-Jährige bei der Feierstunde in Berlin.

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