Freude an der Kreativität

Monika Schmidt, Beate Stuka-Schulz und Christiane Lehleitner fühlen sich in den neuen Räumen wohl.
Monika Schmidt, Beate Stuka-Schulz und Christiane Lehleitner fühlen sich in den neuen Räumen wohl.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Die Gruppe „Artelier 4“ ist umgezogen - neues Atelier in Bricht war ein Wagnis. Das Atelier ist jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet.

Schermbeck..  Ein neues Atelier haben die Frauen der Gruppe „Artelier 4“ an der Alten Poststraße in Bricht gefunden. Christiane Lehleitner, Marion Schwarz, Monika Schmidt und Beate Stuka-Schulz gefällt es in den großen Räumen, die viel Licht und Platz zum Arbeiten bieten.

Ihr Domizil an der Mittelstraße, in einer ehemaligen Versicherungsfiliale gelegen, mussten sie wegen eines neuen Mieters nach fünf Monaten räumen.

Das Ladenlokal in Bricht, zuletzt war ein Kampfsportstudio dort, stand lange leer. Monika Schmidt sprach den Eigentümer an, und der Mietvertrag war schnell unterschrieben. „Wir sind das Wagnis eingegangen“, meint Lehleitner.

Einen Vorteil hatte die Lage mitten im Ort: Es gab viele Anfragen wegen Malunterrichts am Nachmittag, erzählt die Dammerin. Sie hat bereits vor 13 Jahren mit der Malerei begonnen und Unterricht an einer Galerie in Wesel genommen.

Sonst sei „viel autodidaktisch“, ergänzt sie. Im April des vorigen Jahre gründete sich die Gruppe, die beim Kreativsein vor allem Spaß haben möchte.

Farbe im Mittelpunkt

„Wir sind eine lustige Truppe, aber kein Frauen-Clübchen“, betonen die Gründerinnen. Neun Frauen, bis auf eine aus Rhede alles Schermbeckerinnen, arbeiten derzeit im Atelier. Ein Mann war auch schon dabei, und er sei „geknickt“ gewesen, als er seine Besuche aus beruflichen Gründen einstellen musste, erzählt Lehleitner.

„Es muss mit Farbe zu tun haben“, nennt sie eine der wenigen Vorgaben bei „Artelier 4“. Mangels Drehscheibe und Brennofen sei das Töpfern ausgeschlossen, ergänzt Stuka-Schulz. Skulpturen fertigen ist dagegen möglich, Recyclingkunst zurzeit im Schaufenster des Ateliers zu sehen.

„Bei uns braucht niemand eine Hemmschwelle zu haben“, versichert Lehleitner. „Hier wird nicht begutachtet“, höchstens Tipps gegeben. Aus einem der zahlreichen Bücher können sich die Neulinge ihr Motiv aussuchen, das sie malen wollen. „Es können noch viele dazu kommen“, ermuntert sie weitere Kreative, sich anzuschließen.

70 Euro kosten fünf Doppelstunden eines Kurses, das Geld wird für die Miete ausgegeben. „Wer nicht kommt, zahlt auch nicht“, erklärt Lehleitner. Die Stunden verfallen also nicht. Aber eine gewisse Regelmäßigkeit des Kursbesuches sei wegen des Lerneffekts sinnvoll.

Tatsächlich sieht es in dem 100 Quadratmeter großen Raum sehr nach Arbeit aus: Mehrere Staffeleien stehen locker verteilt herum, darauf Bilder mit verschiedensten Motiven und Stadien der Fertigstellung. Viele Bilder schmücken die Wände.

Wer auf der Suche nach einem Bild ist (die Gruppe verkauft ihre Arbeiten) oder einen Kurs besuchen möchte, kann unverbindlich im Atelier vorbeischauen oder sich an Christiane Lehleitner unter Telerfon 0152 2959 8046 oder an Marion Schwarz unter 02853 4739 wenden.

Das Atelier ist jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Die Frauen planen, noch den Mittwoch von 16 bis 18 Uhr hinzuzunehmen.