Frauenpower und jecke Weiber

Am Donnerstagluden kfd und Landfrauen zum närrischen Nachmittag, dreistündiges Programm, dann Party Veranstaltungsort: Gaststätte Pooth Dorfstraße 3
Am Donnerstagluden kfd und Landfrauen zum närrischen Nachmittag, dreistündiges Programm, dann Party Veranstaltungsort: Gaststätte Pooth Dorfstraße 3
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In Bislich tanzten die Mäuse, in Ginderich tobte das Zelt und in Büderich stieg sogar der Pastor beim Frauenkarneval in die Bütt. Tolle Stimmung bei den Kfd-Sitzungen

Wesel..  Bester Stimmung waren die jecken Weiber in Ginderich gestern bereits am Nachmittag. Unter dem Motto „Frauenpower wunderbar – wir starten neu in diesem Jahr“ feierten sie als Teufel, Hexen, Katzen und Prinzessinnen kostümierten Närrinnen im Festzelt. „Ein dreifaches Kiwitt Helau!“, heiß es nach dem schwungvollen Biene-Maja-Tanz der St.-Franziskus-Kindergartenkinder. Wenig später präsentierte Sabine Döring mit der Gruppe Frauenpower den Tanz „Drums Alive“. „So geht Ginderich“, waren sich die feierlustigen Frauen sicher. Auf dem mehr als dreistündigen Programm standen weitere Tänze, eine Rede von Tante Rosi, der Überraschungsauftritt von Lady Red, die Hörner-Tee-Tanten und die Schlümpfe. Mit Spannung warteten die Frauen auf das Gindericher Männerballett.

Wilder Westen

Bei den Nachbarn in Büderich durfte sich gleich ein Mann unter die Damen mischen: Pastor Georg Zglinnicki verfolgte aber nicht nur das närrische Treiben unter dem Motto „Wilder Westen“ – er stieg selbst in die Bütt. Im Saal van Gelder zeigten beim Milchtüten-Sketch Kerstin Braem und Sabine Abram, dass ein Kaffeekränzchen schnell aus dem Ruder laufen kann… Auch hier hatten sich die wilden kfd-Weiber originell verkleidet: Indianer und Gefangene, Clowns und feine Damen – ein herrlich buntes Bild. Die Junge kfd hatte sich mit dem Märchen vom Froschkönig angekündigt und Hildegard Verhufen wurde „Die wilde Hilde“, ehe die Waschfrauen Stinna und Lisken an der Reihe waren.

Rund 140 Bislicherinnen kamen auf Einladung der kfd und der Landfrauen in den Saal von Haus Pooth. Nachdem die Crazy Kids als Bislicher Tanzmäuse den ersten großen Applaus erhielten, marschierte Marlies Knechten-Weber im Tarnanzug auf die Bühne und blickte auch auf Bislich: „Wenn demnächst der letzte Arzt aus unserem Ort weg ist, muss der Briefträger für unser Wohlbefinden sorgen – und zur Not einen Arzt rufen!“ Sie erwähnte den stufenlosen Eingang der Volksbank: „Dort kann man jetzt direkt bis zum Schalter fahren. Ein Mutiger hat’s wirklich versucht…“ Und auch das Malheur um die zu kurzen Pfähle am Anleger der Fähre Keer Tröch nahm sie aufs Korn: „Der Prüfer hatte ja nur nicht gemerkt, dass sein Zollstock abgebrochen war!“