Fracking: Kritik an Ministerin

Hamminkeln/Berlin..  Die Interessengemeinschaften gegen Fracking am Niederrhein haben sich zum Gesetzentwurf von Umweltministerin Barbara Hendricks geäußert. Die Ministerin verschweige das Wichtigste und sorge für Verwirrung, sagen Gabriele Obschernicat, Sabine Jordan, Andrea Basmer, Oliver Kalusch, Kathrin Otte und Marianne Juhre. „Fracking wird durch den Gesetzentwurf nicht ungefährlicher oder berechenbarer, sondern lediglich reguliert.“

Mit den Einschränkungen werde die Förderindustrie keine großen Probleme haben, sich den Zugriff auf mögliche Förderflächen zu sichern. Zudem seien die Maßnahmen zum Schutz der Bürger und des Trinkwassers „völlig unzureichend“.

Die IG-Vertreter vermissen einen konstruktiven Umgang mit kritischen Stimmen. Der Dialog sei zwar formal geführt, die Bedenken und Gutachten jedoch weitgehend ignoriert worden. Die Auswirkung der Perforation der Untergründe, „die nicht beherrschbaren Risiken“ sowie „die Unumkehrbarkeit der Auswirkungen im Schadensfall“ ließen sich nicht durch Gesetze vermeiden. Weder wirtschaftlich noch klimatisch sei Fracking zu rechtfertigen. Ein Verbot sei „nur konsequent“.