Folgt der Umgehung eine weitere?

Eine grobe Skizze hat die CDU erstellt, um anzudeuten, worum es ihr geht. Optionen für eine Verlängerung der Nordstraße (links) bis hin zur Schermbecker Landstraße (unten, unterhalb des Bildausschnitts) sollen frei gehalten, Lösungen erörtet werden.
Eine grobe Skizze hat die CDU erstellt, um anzudeuten, worum es ihr geht. Optionen für eine Verlängerung der Nordstraße (links) bis hin zur Schermbecker Landstraße (unten, unterhalb des Bildausschnitts) sollen frei gehalten, Lösungen erörtet werden.
Foto: Funke Foto Services
Man muss frühzeitig weiter denken, sagt die CDU und stellt eine Idee zur Debatte. Die Wohnbau-Pläne am Schwan wären hinfällig

Wesel.. Irgendwann wird’s ja mal was werden mit der Umgehung am Fusternberg, und dann wird es im Norden der Stadt noch mehr Verkehr und noch mehr Staus geben - insbesondere auf der Schermbecker Landstraße. Die Problematik ist nicht neu, aber die CDU sieht jetzt Handlungsbedarf: Man müsse weitsichtig denkend die Möglichkeit für eine Ausweichtrasse offenhalten. Deshalb dürften die Wohnbau-Pläne für den Bereich am Schwan nicht weiter verfolgt werden.

Rechtzeitig weiter denken und Optionen nicht verbauen, lautet die Grundlage dieser Idee, die Alfred Esch hatte. Als solche wollen auch CDU-Vorsitzender Sebastian Hense und Frank Schulten für den Arbeitskreis Verkehr der CDU-Fraktion den Vorschlag verstanden wissen. Als Diskussionsgrundlage, die natürlich modifizierbar sei oder andere Lösungen anstoße.

Anregungen willkommen

Grundlegendes Ziel ist, den wachsenden Verkehr auf den Bundes- und anderen Straßen zu reduzieren, Wohngebiete zu entlasten, Gewerbebetriebe leichter erreichbar zu machen, Belastungen durch Staus abzubauen. Dazu müsse die Option einer Verlängerung der Nordstraße über die Brüner Landstraße hinweg zur Schermbecker Landstraße offen gehalten werden, meint Hense. Grob haben die Politiker dies per Kartenskizze dargestellt. Bei einer Konkretisierung müssten Belastungen von Anliegern und Umwelt minimiert werden, natürlich bleibe die Finanzierung zu klären, weshalb auch Abschnitt-Lösungen denkbar seien. Aber andenken müsse man diese Dinge im Sinne der Gesamtentwicklung der Stadt, auch der Wirtschaftsförderung. „Das ist Stadtentwicklung in Reinkultur“, so Schulten, die auch über Zeiträume von hier anzusetzenden Jahrzehnten reichen müsse.

Am Ziel, Wohnraum zu schaffen, hält die CDU fest. Eine Verkehrsberuhigung könne auch dazu beitragen, bestehende Wohnbereiche zu erweitern.