Flüchtlingskonsens nicht kündigen

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Hünxe..  Zum Thema Flüchtlingsunterkunft in Drevenack meldet sich Benedikt Leuchtenberg, Vorsitzender der Hünxer Jusos, zu Wort. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Hermann Hansen eine dezentrale Unterbringung für rund 30 Menschen am Hunsdorfer Weg angekündigt. „Die Jusos Hünxe befürchten ein Aufpushen des Themas“, sagt Leuchtenberg. Die Unterbringung hilfebedürftiger Flüchtlinge in der Gemeinde habe bislang auch nicht für Diskussionsstoff gesorgt.

„Bisher gab es positive Einstellungen zum Thema Flüchtlinge“, sagt Leuchtenberg. Um die Unterbringung und Integration der Menschen seien so wohl die Verwaltung als auch zahlreiche Hünxer sehr bemüht. Daher findet Leuchtenberg Stimmen, die sich jetzt gegen diesen Konsens aussprechen, beunruhigend.

Die Jusos plädieren dafür, Kontakt aufzunehmen und die Menschen kennenzulernen, um eventuelle Ängste abzubauen. Es handele sich um Hilfsbedürftige, nicht um eine Bedrohung des Eigentumswertes, so Leuchtenberg. Die Jusos wollen nicht über eine einheitliche Masse an Flüchtlingen diskutieren. Sie unterstützen das Motto, den Flüchtlingen einen Namen und ein Gesicht zu geben. „Jeder Mensch hat ein Einzelschicksal.“

Bisher funktioniere die Unterbringung der hilfesuchenden Menschen in Bruckhausen, Hünxe und Gartrop. Doch die Menschen werden zahlreicher, daher komme es darauf an, weitere Unterkünfte bereitzustellen. Weil es sich aber um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handele, fordern die Jusos, dass der Bund die Bemühungen vor Ort stärker finanziell unterstützt. Bürgermeister Hansen hatte sich über die Aufregung in Drevenack überrascht gezeigt, in anderen Ortsteilen habe es keine Diskussionen gegeben. In Drevenack werde negativ Stimmung gemacht. Es gehe darum, die Flüchtlinge gleichmäßig aufzuteilen, auch, weil die Kinder die Schule besuchen müssen.

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