Filialnetz soll stark bleiben

Kreis Wesel..  Während in Duisburg bis 2022 jede zweite Sparkassen-Filiale geschlossen wird, soll das Zweigstellennetz in Wesel und Umgebung bis auf Weiteres nicht ausgedünnt werden. Das sagte Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Vorstandsvorsitzender der Verbands-Sparkasse Wesel: „Unsere Struktur im ländlichen Bereich ist völlig anders als in den Großstädten. Ich kann zwar nicht sagen, was in fünf Jahren passieren wird. Doch wir haben keine Schließungspläne in der Schublade.“

Häfemeier betont, dass „wir uns das Filialnetz regelmäßig angucken und jeden Standort für sich selbst bewerten“. Das stark veränderte Verhalten der Kunden, die ihre Bankgeschäfte zunehmend im Internet oder per Telefon tätigen, verlange eine ständige Optimierung. Kleine Stellen mit zwei Mitarbeitern gebe es sowieso kaum mehr, weil für das immer wichtiger werdende Wertpapiergeschäft eine umfassende Beratung nötig sei.

Der Vorstandschef weiß um die Gratwanderung seines Unternehmens: „Die Nähe zum Kunden ist nicht nur ein Slogan, sondern gehört fest zu unserer Marke. Wir sind eine regionale Bank und dürfen nicht nur den Rotstift ansetzen.“ Als Beispiele für Investitionen nennt er das Kunden-Center in Dingden, die geplante SB-Filiale am Rasthof in Büderich und die längeren Öffnungszeiten am Samstag.