Feuer auf Gehöft in Obrighoven
24.06.2008 | 21:05 Uhr 2008-06-24T21:05:18+0200EINSATZ. Als Werkstatt genutzter Schweinestall in Flammen. War ein alter Trecker der Auslöser?
WESEL. Ursula Volks wollte Bügeln, als sie gestern Nachmittag einen Knall hörte und dann noch einen. Die Klappe des Pferdeanhängers, dachte sie, an dem Tochter Linda gerade hantierte. Dann sah sie durchs Fenster die Flammen. Neben dem Wohnhaus des Gehöfts in Obrighoven brannte der als Werkstatt genutzte alte Schweinestall. Mit Feuerlöschern und Gartenschlauch gingen sie, ihre Tochter und ihre Schwiegermutter gegen die aus dem Dachstuhl auflodernden Flammen vor. Vergeblich. Erst der herbeigerufenen Feuerwehr gelang es, den Brand knapp eine halbe Stunde nach ihrem Ausrücken unter Kontrolle zu bringen.
Brand entstand am Fahrzeug
Zunächst Achselzucken auf die Frage, wie es zu dem Feuer auf dem Betrieb mit Pferden und Bullenmast an der Straße Auf dem Heidchen kommen konnte. Dann fand die Feuerwehr heraus, dass es sich "von unten nach oben" ausbreitete und schließlich den Brandherd: ein alter Trecker, Baujahr 1962, der bei dem Brand zerstört wurde. Die Polizei bestätigte das. Warum das Fahrzeug Feuer fing, ist noch unklar.
Wohnhaus nicht betroffen
Vorsichtshalber wurde Ursula Volks wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung im Krankenhaus untersucht. Der Sachschaden wird auf rund 30 000 Euro geschätzt. Wesentlich war, dass das Wohnhaus nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zwischen dem kleinen alten Stall und dem Haus befindet sich ein Gebäudeteil mit Party-Raum, der durch Löschwasser Schaden nahm.
Als die Feuerwehr gegen 16.40 Uhr informiert wurde, war eine große Rauchwolke bis zur Stadtmitte zu sehen gewesen. Die Hauptwache sowie die Löschzüge Stadtmitte und Obrighoven wurden alarmiert. 35 Kräfte mit acht Fahrzeugen waren vor Ort. Brunnen in der Nachbarschaft des betroffenen Betriebes dienten der Löschwasserversorgung. (jo)
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