Etwas Lampenfieber gehört dazu

Die Teilnehmer der Weseler Musik- und Kunstschule überzeugten beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Regionalebene.
Die Teilnehmer der Weseler Musik- und Kunstschule überzeugten beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Regionalebene.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
37 preisgekrönte Mädchen und Jungen der Weseler Musik- und Kunstschule . Zehn Jugendliche der Weseler Musikschule sind nun ab März auf Landesebene in Düsseldorf gefordert.

Wesel..  Nicht ohne Stolz gratulierte Dagmar Beinke-Bornemann den 37 jungen Musikern, die beim Regionalwettbewerb „Jugend Musiziert“ ihr Können unter Beweis gestellt hatten. „Jeder von Euch hat eine hervorragende Leistung erbracht. Ihr habt das wirklich super gemacht“, lobte die Schulleiterin der Weseler Musik- und Kunstschule die acht- bis 18-jährigen Mädchen und Jungen.

Beinke-Bornemann dankte zudem den Lehrern, die die Kinder und Jugendlichen durch ihr „ruhiges, konzentriertes und sehr zielgerichtetes Handeln“ auf den Regionalwettbewerb in der Landesmusikakademie NRW in Heek vorbereitet hatten. „Für uns ist die Zeit vor dem Wettbewerb mindestens genauso wichtig“, ergänzte die Leiterin, die sich sicher ist, dass jeder Teilnehmer gemerkt hat, „dass es sich lohnt, sich intensiv mit einem Werk zu beschäftigen.“

Natürlich hatten die meisten Musikschüler vor ihrem Auftritt ein bisschen Lampenfieber, wie auch Julian Heikapell-Zorn berichtet: Bei dem achtjährigen Hornbläser ließ die Anspannung aber schon nach den ersten Tönen schnell nach: „Wenn man einmal spielt, geht es“, sagte Julian, der mit seinem Vorspiel einen ersten Preis errang.

Ebenfalls einen ersten Preis sicherte sich Sebastian Ruth: Der 17-jährige Gitarrist berichtete vom „großen Zittern“ bis die Punktzahl seines Vorspiels bekanntgegeben wurde. „Natürlich hatte ich selber eine Ahnung was gut und was weniger gut war, aber die Wertung ist dann doch besser ausgefallen, als ich gedacht hatte“, ergänzt der Jugendliche, der mit 24 Punkten fast die Höchstpunktzahl verbuchte. „Ein wunderbares Gefühl“, nennt es Sebastian, als er von seinem ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb erfuhr.

Zehn Jugendliche der Weseler Musikschule sind nun ab März auf Landesebene in Düsseldorf gefordert. Ziel ist dann das Bundesfinale über Pfingsten in Hamburg. Ohne auf die Musiker Druck ausüben zu wollen, deutete Dagmar Beinke-Bornemann bereits an, dass die Chancen für ihre Schützlinge auf die Endrunde durchaus realistisch sind.

Ein „heißer Kandidat“ ist sicher Hornbläser Simon Mayer, der – wie auch Querflötistin Rosa Hübert – neben einem ersten Preis die Höchstpunktzahl bei seinem Vorspiel erreichte.

„Beim Regionalwettbewerb gibt es mehrere Leistungen, die durchaus gleichwertig nebeneinander stehen können. Wir betreiben dort keine messbare Sportart“, erläuterte die Schulleiterin. Ergänzend fügte sie aber hinzu, dass auf Landes- und Bundesebene verstärkt auch der Konkurrenzgedanke in den Vordergrund trete.