Eselrock - mal hammerhart, mal ganz sanft

„Blizzard“ legt los - und alle hören zu. Den Eselrockern ist es einmal mehr gelungen, ein junges Festival voller Fantasie auf die Beine zu stellen.
„Blizzard“ legt los - und alle hören zu. Den Eselrockern ist es einmal mehr gelungen, ein junges Festival voller Fantasie auf die Beine zu stellen.
Foto: FUNKE Foto Services
Wieder ist das Festival rundum gelungen. Ein kunterbuntes Völkchen traf sich imHeubergpark und genoss zwei Sommertage voller Musik

Wesel..  Eselrock, Tag zwei – von Gewitter keine Spur. Im Gegenteil! „Aktueller Stand von ,EselRock’ vs. schlechtes Wetter 2:1“, lautete daher Simon Bleckmanns Zwischenfazit am Samstagnachmittag. Verständlich, dass der Organisator das bunte Treiben „total entspannt“ verfolgte und sich nach Monaten endlich das Gefühl der Zufriedenheit breit machte. „Das geht nur, weil wir so ein super Team sind“, betonte Bleckmann mit Blick auf die rund 100 ehrenamtlichen freiwilligen Helfer und Ordner, vor allem aber sein zwölfköpfiges Orgateam, das für einen geregelten Ablauf auf den zwei Bühnen im Heubergpark, die Betreuung der Bands und das Drumherum sorgte. „Jeder macht einen Bombenjob. Ich bin verdammt stolz auf alle. Wir müssen uns vor den Profis nicht verstecken.“

Verstecken mussten sie sich auch nicht, was das Line-Up anging. Schon Freitagabend war mit Headliner Georg auf Lieder Musik der feinfühligen Extraklasse auf der Seebühne. Samstag dann eröffneten die Jungs von Crash Down die Hauptbühne. Auch wenn die Zuschauer wetterbedingt erst nach und nach eintrafen, legten die Jungs, die sich in der Hamminkelner Rockschule fanden, gleich los. Im Halbstundentakt enterten dann Bands wie Meine Zeit, Joy Became Clear, Francis Riley And The Floorboarders die zwei Bühnen im Wechsel.

„EselRock“ bedeutet Musik pur – und das für die ganze Familie. „Die Musik ist in diesem Jahr schon etwas härter“, meinte Bleckmann und doch: man bleibe schon auch in gewisser Weise Mainstream, für jeden sei etwas dabei. So bunt gemischt wie die Festivalbesucher, sei es als Punker mit blauen, pinken oder grünen Haaren, Dreadlocks oder Irokesen, voll gepierct und tätowiert, als „alternativ“, jung und hip oder eben als „ganz normale“ Musikliebhaber, beim „EselRock“ geht es um Musik und Spaß. Und manchmal auch ums Tanzen, oder Pogen.

So bei den Luxemburger Gästen Versus You. Mit ihrem Punkrock, den schnellen Rhythmen und kräftigem Gesang, forderten sie das Publikum heraus. „Wer hat Bock auf was Schnelles?“, fragte Frontmann Eric Rosenfeld. Mit Gorilla Taxi, Käpt’n Mob und Liedfett standen Jungs der deutschsprachigen Rockmusik auf den Bühnen. Liedfett verstand es mit Musik und Gesang, unterstützt durch die Klänge des Cajon, einen neuen Beat einzubringen. Doch es gab nicht nur „Dampfhammermusik“. Es ging auch melancholisch und sanft in den Abend hinein. Den Abschluss des gelungenen Festivals bildeten die Routiniers von Massendefekt, die das Festivalgelände noch einmal in eine Gute-Laune-Oase verwandelten.