„Es passiert wieder etwas!“

Foto: Markus Joosten

Schermbeck..  Auch im strömenden Regen sind die Garten- und Landschaftsbauer um Jan Besten und Tim Seifert auf dem Außengelände des Familienzentrums St. Ludgerus fleißig. Der Eingangsbereich wird nach einer Kellersanierung neu gestaltet, aber vor allem bekommt der große Spielbereich zur Freudenbergstraße hin ein verändertes Gesicht. „Die Eltern sollen feststellen: Es passiert wieder etwas“, sagt Nadine Jost, Kassiererin des Fördervereins. „Es geht nur etappenweise weiter“, ergänzt die Vorsitzende Patricia Böckenhoff. Denn seit dem Jahr 2012 beschäftigen sich Erzieherinnen, Elternbeirat und Förderer mit dem Thema Außenanlagen.

Eine lange Wunschliste

Damals wurde dort ein marodes Spielgerät abgerissen, erklärt Ursula Heinemann, Leiterin des Familienzentrums. Seitdem habe es die Idee gegeben, für einen Ersatz zu sorgen. Mit den Kindern entstand eine lange Liste mit Wünschen und Vorstellungen, drei Elternbeiräte waren im Lauf der Zeit beteiligt.

Die nötigen Finanzen wollten erst gesichert sein. Dafür unternahmen alle Beteiligten eine Menge; zum Beispiel bei der Tierolympiade, einem Sponsorenlauf im Jahr 2013, beim Familienfest im vergangenen Jahr sowie bei den Martinszügen und einigen Kleidermärkten. Die „Schulengel“, ein Spendennetzwerk, erbrachten allein 723 Euro. Und allmählich kamen so die nötigen 9000 Euro zusammen. Der Förderverein habe zwischendurch auch immer wieder weitere Ausgaben gehabt, sagt Jost zur langen Zeitspanne.

Die Sanierung des feuchten Kellers und das Beseitigen von Mängeln, die der TÜV monierte, übernahm die katholische Kirchengemeinde als Trägerin des Hauses. Dann sind die Förderer am Zug. Und das soll passieren: Die „Wassermatschanlage“ wird um eine zweite Pumpe für die aktuell 88 Jungen und Mädchen erweitert. „Die Eltern fanden das nicht so toll“, erinnert sich Ursula Heinemann lachend an deren erste Reaktionen. Aber bei den Kindern komme die Anlage sehr gut an.

Der Baumbestand des Außengeländes wird in einen Kletterpark mit 25 Holzpfählen integriert. „Wir warten noch auf das Material“, sagt die Leiterin über den Fortschritt des Vorhabens. Ein komplett neues Klettergerüst wäre zu teuer geworden, ergänzt Böckenhoff. Zudem wird die bestehende Rutsche erweitert; per Seil und über Stufen aus Grauwackefelsen sollen die Kinder an deren oberes Ende gelangen.

Sponsoren sind weiter gefragt

Ursprünglich wollten die Eltern bei diesen Arbeiten mit anpacken, doch die Fachfirma riet davon ab. Stattdessen wird die Eigeninitiative (auch die der Kinder) im Frühjahr gefragt sein, wenn Flächen begrünt und die Wiese gepflegt werden sollen. Falls dann noch Geld vorhanden ist: Weitere Ideen gibt es reichlich. Ursula Heinemann nennt als Beispiele ein Pfahlhaus und eine Holzwerkstatt.

Sponsoren für künftige Projekte sind also auch weiterhin sehr gefragt.