Erste Hilfe nach dem Hochwasser

Noch war der Lkw nicht ganz gepackt, nach dem Gruppenfoto legten die Teddybären los.
Noch war der Lkw nicht ganz gepackt, nach dem Gruppenfoto legten die Teddybären los.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Möbel und Gegenstände des Alltags transportierten die Ringenberger Teddybären nach Bosnien und Herzegowina. Die Save hat das Zuhause vieler Menschen dort zerstört

Hamminkeln..  Schon sechs Wochen nach dem letzten Hilfstransport der Bosnienhilfe aus Ringenberg konnten die ehrenamtlichen Helfer um Jürgen Kuran den Weihnachtstransport nach Bosnien und Herzegowina auf den Weg bringen. 100 Kubikmeter Waren wurden für den Weihnachtsmann in Bosnien verladen.

Die diesjährige hohe Anzahl an Hilfstransporten ist wegen des Hochwassers an der Save nötig geworden. Beim Anblick der Verwüstungen durch die Wassermassen hatte sich die Vereinsführung entschlossen, den Menschen dort die wichtigsten Dinge für das tägliche Überleben gleich lastzugweise zu schicken. So konnten die Teddybären und die Spender den Menschen vor Ort nach dem harten Schicksalsschlag wieder Hoffnung und Zuversicht geben.

Die Sanierungsarbeiten gehen in den Dörfern an der Save nur schleppend voran, weil es im Augenblick nicht so viele Handwerker gibt, wie benötigt werden. Anwohner selbst stemmen die Entkernungsarbeiten der Häuser. Die eingerichteten Suppenküchen haben großen Zulauf, ebenso die Anlaufpunkte für humanitäre Hilfe , die Vereine und die Kirche eingerichtet haben.

Die Teddybären haben Hygieneartikel, Hilfsmittel für behinderte Menschen, Haushaltsgeräte, Matratzen und natürlich auch Möbel verladen. Manfred Böing, der Lademeister des Vereins, konnte insgesamt 800 Kartons mit Bekleidung zusammenbekommen. Die Möbel sind für fünf Familien bestimmt, die jetzt das Weihnachtsfest in ihren eigenen vier Wänden verbringen konnten. Das diesjährige Weihnachtsfest war nach der Katastrophe daher was ganz Besonderes.

Post bekamen die Teddybären auch von den Franziskanern aus Tolisa. An Tolisa und die Dörfer um Bosanski Samac gingen die Spenden des vorangegangenen Hilfstransportes. Die Dörfer in der Posavina waren besonders durch das Hochwasser betroffen. Sie bedankten sich für die wertvolle Hilfe.

Die Teddybären schauen schon wieder nach vorne, denn der nächste Hilfstransport ist für Frühjahr 2015 geplant. Zu diesem Einsatz werden die Teddybären mit allen Helfern nach Bosnien fahren, um eine komplett neue Wasserversorgung für ein Dorf mit rund 300 Einwohnern aufzubauen. Die Baumaterialien sollen auf dem Spendenweg zusammengetragen werden.

Die Teddybären bedanken sich im Namen der bedürftigen Hochwasseropfer bei allen Spendern.