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Erklärung unterzeichnet

13.06.2008 | 19:10 Uhr

BETUWE. Viele Mehrhooger waren der Einladung der Bürgerinitiative gefolgt. Nur die Bahn fehlte.

HAMMINKELN. Viele folgten der Einladung der Bürgerinitiative "Betuwe-Linie - so nicht". Sie waren gestern dabei, als am Bahnübergang die Mehrhooger Erklärung vom Bürgermeister und von Politikern unterzeichnet wurde. Nur die Bahn fehlte. Sie war eingeladen, sollte das Schriftstück überreicht bekommen. Am Donnerstag sagte ein Bahn-Vertreter ab, mit dem Hinweis, man habe schon mehrere Informationsveranstaltungen durchgeführt. Darum ging es den Mehrhoogern gar nicht. Sie wollten vielmehr der Bahn unmissverständlich mitteilen: In Sachen Betuwe muss rasch etwas getan werden. Es könne nicht sein, dass immer mehr Züge über die Gleise rattern, ohne dass bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Ihre Forderungen: Troglage, ständige Kontrolle der Lärmwerte und eine maximale Gefahrgutvorsorge, so Axel Pansegrau, Sprecher der Bürgerinitiative. In Sachen Lärmschutz reiche es nicht aus, dass Häuser entlang der Strecke mit neuen Fenstern ausgestattet werden. "Was passiert mit dem Leben im Garten?", fragte er. Schon jetzt seien die Grundstücke an der Bahnlinie nichts mehr wert. Bürgermeister Holger Schlierf betonte, die Stadt stehe hinter den Mehrhoogern. Es dürfe nicht sein, dass die Bahn ein ganzes Dorf ignoriere.

Ungeteilte Zustimmung gab's im Haupt- und Finanzausschuss für einen Antrag der SPD-Fraktion zum Thema. Darin enthalten ist die juristische Prüfung mit Blick auf die Querungsrechte und deren Durchsetzbarkeit gegenüber der Bahn. Außerdem wird die AG aufgefordert, eine Behelfsbrücke am Bahnübergang Bahnhofstraße in Mehrhoog zu errichten. Die Stadt hat der Bahn ihre Planungsvorstellung für die Bahnübergänge zwischen Strauchheide und Sonsfeld vorgelegt - inklusive Troglage der Schienen im Bereich der Bahnhofstraße. (mt/M.B.)

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