Eisplatten fielen von Rheinbrücke auf Autos – Polizei bestellte Helikopter

Polizeihubschrauber kamen der Niederrheinbrücke in Wesel am Donnerstag sehr nahe: Die sollen Eisplatten von den Stahlseilen wirbeln. Foto: Heinz Kunkel, WAZ FotoPool
Polizeihubschrauber kamen der Niederrheinbrücke in Wesel am Donnerstag sehr nahe: Die sollen Eisplatten von den Stahlseilen wirbeln. Foto: Heinz Kunkel, WAZ FotoPool
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Was wir bereits wissen
Spektakulärer Helikopter-Einsatz über der Weseler Niederrheinbrücke: Nachdem bis zu einen Meter lange Eisplatten und -zapfen von den Stahlseilen auf die Fahrbahn gefallen waren, sperrte die Polizei die Brücke. Zwei Hubschrauber sollten die gefährlichen "Eisbomben" von der Brücke wirbeln.

Wesel.. Die Polizei Wesel und der Landesbetrieb Straßen NRW sperrten am Donnerstagmittag aus Sicherheitsgründen die Weseler Rheinbrücke. Die Behörden lösten den spektakulären Einsatz zweier Polizeihubschrauber aus. Zuvor hatten mehrere Autofahrer gemeldet, dass auf der Brücke aus der Höhe Eiszapfen und -platten auf die Fahrbahn gekracht waren.

Die Erklärung: An den Stahlseilen der "Niederrheinbrücke" hatte sich Eis gebildet, das nun, bei steigenden Temperaturen, zu schmelzen begann. Bis zu 20 mal 100 Zentimeter große Eisplatten verloren Halt, fielen herab und knallten auf die Fahrbahn.

Um weitere der gefährlichen "Eisbomben" an der Brücke zu lösen und die Gefahr für den Verkehr zu beseitigen, bestellte die Polizei die beiden Hubschrauber: Die sollten das Eis mit ihren Rotorblättern von der Brücke wirbeln. Das gelang ihnen augenscheinlich mehrfach.

Während derSperrung von 12 und 12.50 Uhr bildeten sich am Rhein in der Kreisstadt kilometerlange Staus. Erst am Donnerstagnachmittag gaben die Behörden in jede Fahrtrichtung zumindest eine Spur wieder frei. Wie Augenzeugen berichten, fiel dennoch immer wieder Eis auf die Straße herunter. Die Behörden meldeten bislang nicht, dass Autos beschädigt wurden. Ende 2010 war die Brücke erstmals wegen herabfallender Eisstücke gesperrt worden.