Einmal rund um Ginderich

Hier führt der Sport-Pilgerweg ebenfalls entlang, über die Straße „Auf dem Sand“.
Hier führt der Sport-Pilgerweg ebenfalls entlang, über die Straße „Auf dem Sand“.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Auf dem Sport-Pilgerweg ist dies möglich. Er führt über 7,2 Kilometer durchs und ums Dorf. Eine Runde für Radler, Jogger, Walker, Spaziergänger und Wanderer.

Wesel.. Bald pilgern sie wieder, die Gläubigen. Die Saison im ältesten Wallfahrtsort am Niederrhein wird am 30. April von Bischof Felix Genn eingeläutet. Es handelt sich hier nicht etwa um Kevelaer, sondern um Ginderich, eines der beiden linksrheinisch gelegenen Dörfer von Wesel. Die St. Mariä Himmelfahrt-Kirche mit dem Gnadenbild „Maria, Königin des Friedens“ ist das Ziel. Bis 1640 kamen die Gläubigen vom Niederrhein hierhin, dann verbot der Große Kurfürst die Wallfahrten. Seit 2005 ist Ginderich allerdings wieder offizieller Wallfahrtsort, und seit 2011 kann das Dorf auch ganz flott umrundet und erkundet werden - auf dem extra ausgeschilderten Sport-Pilgerweg.

Die Gindericher Dorfschmiede, ein Zusammenschluss aller Vereine, hat zusammen mit dem SV Ginderich unter Federführung des 2. Vorsitzenden Hermann Driesen die 7,2 Kilometer lange Route ausgearbeitet, die nicht nur mit dem Fahrrad, sondern sehr gut auch zu Fuß erkundet werden kann. Egal ob als Jogger, Walker, Wanderer, Spaziergänger oder Skater - hier kommen alle auf ihre Kosten.

Gestartet wird gleich neben der Wallfahrtskirche an der Schwanenhofstraße. Nahe des Gotteshauses kann gratis geparkt werden. Das erste weiße Hinweisschild mit dem grünen Rand zeigt den Weg durch die Marienstraße. Es geht ein kurzes Stück mitten durch Ginderich. „Am Honigacker“ heißt die Straße, in die links abgebogen wird. Noch ein paar Meter, dann links auf denWirtschaftsweg schwenken, und die Weite des Niederrheins öffnet sich.

Wir nehmen Kurs Richtung Rhein. Am Ende geht es links auf die Straße „Zur Bauerschaft“, dann rechts „Auf dem Sand“. Nach einer scharfen Linkskurve besteht die Möglichkeit, auf dem unebenen Deichweg den Blick auf den großen Fluss zu genießen. Wer mit den Rollerblades unterwegs ist, bleibt besser unten auf der Strecke. Immer wieder weisen die weißen Schilder mit dem grünen Rand den richtigen Weg. Wir entfernen uns wieder vom Strom und biegen rechts „Zur Bauerschaft“ ein. Nach einer kurzen Wegstrecke dann links auf die Werricher Straße, gleich wieder rechts „Im Niederfeld“. Typisch niederrheinisch sieht’s hier aus. Plattes Land, der Kirchturm von St. Mariä Himmelfahrt als Orientierungspunkt in der Ferne. Es geht links in die Birtener Straße und wieder links in den „Bergacker“ bevor wir erneut links in die Schwanenhofstraße biegen. Nur noch ein paar Meter, und der Ausgangspunkt neben der Kirche ist erreicht.