Einfach mal Wolfgang Hüsken sein

Nachdem er im vergangenen Jahr seinen Ratsposten geräumt hat, zieht sich Wolfgang Hüsken
Nachdem er im vergangenen Jahr seinen Ratsposten geräumt hat, zieht sich Wolfgang Hüsken
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Der Brüner zieht sich ganz aus der Politik in Hamminkeln zurück und gibt den Vorsitz im CDU-Ortsverband ab. Zu tun gebe es genug, sagt der 67-Jährige.

Hamminkeln..  Heute endet eine politische Karriere: Wolfgang Hüsken hört als Vorsitzender der CDU in Brünen auf und beendet damit sein aktives Engagement für die Partei, für die er auch 15 Jahre lang dem Rat der Stadt Hamminkeln (unter anderem als Fraktionsvorsitzender) und zehn Jahre lang dem Landtag angehörte. „Alles hat seine Zeit“, zitiert er die Bibel. Mit 67 Jahren wolle er „einfach mal Wolfgang Hüsken sein“.

18 Jahre lang war der Brüner Parteivorsitzender vor Ort. Die Nachfolge sei geregelt, sagt er. Der Ortsverband wählt heute seine neue Spitze. Wolfgang Hüsken blickt dann auf „sehr intensive Jahre“ zurück – mit Dank an seine Wegbegleiter, an die, die ihn wählten. „Die politische Arbeit hat mein Leben bereichert“, sagt er.

Aber nun will er Privatmann sein, Familienmensch, will Kontakte pflegen, sich „einfach mal am Vormittag mit jemandem treffen“. Dem Lions Club hat sich Wolfgang Hüsken angeschlossen. Und dann gibt es ja noch den lange schon bestehenden Stammtisch, der früher mal ein Kegelklub war, „aber wo die Knochen älter werden, treffen wir uns und erzählen von früher und über aktuelle Dinge“, so Hüsken.

Keine Missverständnisse: „Ich bin noch kein alter Mann.“ Und es gibt was anzupacken. Es sei so Vieles liegen geblieben, um das er sich kümmern will. Am Haus stehen kleinere Arbeiten aus, und im Keller wartet ein heimatgeschichtlicher Fundus darauf, dass er sich seiner annimmt. „Ein bis zwei Jahre noch“ will er sich weiterhin um Forstbetriebsgemeinschaften kümmern.

Aktiv sein kann Wolfgang Hüsken auch auf Reisen – eher bei kleineren Touren. Gerne ist er mit dem Fahrrad unterwegs, das schon 30 Jahre alt und folglich kein motorgetriebenes Pedelec ist. „Wenig Gegenwind“ ist ihm trotzdem lieb.

Politisch jedenfalls braucht er den nun nicht mehr zu fürchten. Das politische Geschehen will er weiterhin wahrnehmen, sich aber zurück- und „aus dem operativen politischen Alltag raushalten“. CDU-Mitglied bleibe er natürlich und Brüner auch. Die Lebens- und Wohnqualität in dem Ortsteil sei gut, die Infrastruktur ausgezeichnet. Man müsse das Angebot vor Ort aber auch annehmen, appelliert er an seine Mit-Brüner.