Eine Zeitreise in die 70er Jahre

Norbert Schulters (links) war früher Club-DJ
Norbert Schulters (links) war früher Club-DJ
Foto: pr.
Was wir bereits wissen
Im Scala-Kulturspielhaus in Wesel öffnet der „Teen und Twen Club“ wieder seine Pforten. Norbert Schulters und seine Mitstreiter laden zu einer Party.

Wesel..  In Erinnerungen schwelgen, an alte Zeiten zurückdenken und mit den Leuten von damals zur passenden Musik feiern. Genau so einen Abend erhofft sich Norbert Schulters am Samstag, 25. April, im Scala-Kulturspielhaus an der Wilhelmstraße. Dann machen er und seine Mitstreiter mit Unterstützung der Scala-Chefin Karin Nienhaus aus den ehemaligen Kino-Räumen einen „Teen und Twen Club“ und feiern eine 70er-Jahre-Party. Das Original des Clubs war seinerzeit in Flüren. Schulters hofft, dass viele derjenigen, die damals als Jugendliche und junge Erwachsene dort alle zwei Wochen miteinander feierten, auch bei der Party im Scala mit dabei sind.

„Viele Möglichkeiten, wegzugehen und zu feiern, hatten wir in Wesel damals nicht“, erinnert sich Norbert Schulters, der mittlerweile 64 Jahre alt ist und in Hamminkeln lebt. Gemeinsam mit seinem Bruder Paul wollte er jungen Menschen aber dennoch eine Möglichkeit dazu bieten und eröffnete 1968 den Partyclub. Die jungen Brüder durften in einem Haus in Flüren die Kellerräume nutzen und richteten sich dort eine Mini-Disco ein, in der an jedem zweiten Wochenende Rockmusik lief und gefeiert wurde. „Drogen gab es nicht“, stellt Norbert Schulters klar. „Aber es war einfach eine tolle Zeit. Wir hatten kaum Geld, aber jede Menge Spaß.“

Bis zu 50 Jugendliche und junge Erwachsene seien zu den Partys im „Teen und Twen Club“ gekommen, erinnert sich Norbert Schulters. „Damit war die Bude dann aber auch rappelvoll.“ Die Brüder legten aber noch eine Schüppe drauf und organisierten mit Hilfe ihres Freundes Jürgen Kurschildgen aus Bocholt, der eine Disco besaß, auch größere Veranstaltungen, etwa für Schulen. „Da waren dann auch mal 500 Leute mit dabei“, sagt Norbert Schulters.

Heute sind die Jugendlichen von damals bereits teilweise im Rentenalter. „Gut drauf sind sie aber sicherlich immer noch“, ist der Hamminkelner überzeugt. „Es wäre schön, wenn die damaligen Clubmitglieder zu unserer Revival-Party kommen, und natürlich auch alle Weseler Bürger, die sich gerne an diese Zeit zurück erinnern möchten.“

Er habe schon zahlreiche Anfragen bekommen, freut sich der Organisator über die starke Resonanz auf seine Idee. „Sogar Leute aus Koblenz, Bonn und Berlin haben sich bereits gemeldet.“ Ob der „Teen und Twen Club“ zukünftig wieder regelmäßig seine Pforten öffnen wird, das lässt Norbert Schulters noch offen. „Wir warten jetzt erst einmal den ersten Abend ab und schauen, wie das Konzept ankommt.“

Viel Arbeit investiert

Für ein buntes Programm ist auf jeden Fall gesorgt, Norbert Schulters und seine Helfer investierten jede Menge Zeit und Arbeit. Unter anderem steht die Gruppe „Ma so Ma so“ auf der Bühne – eine A-Cappella- Formation, die Musik der 30er Jahre präsentiert. „Ein Rückblick auf die musikalische Zeit unserer Eltern“, wie Norbert Schulters erklärt. Lieder der 70er Jahre gibt es aber natürlich auch zu hören, fetzige Rockmusik genauso wie deutschen Schlager. Die Coverband „Vanish in Point“ tritt außerdem auf, ebenso wie „Hardy“ – ein DJ des wohl legendären Piratensenders „Radio Nordsee international“. Norbert Schulters, der früher Club-DJ war, legt auch noch persönlich auf.