Eine Mauer mit Schächten
11.12.2007 | 21:19 Uhr 2007-12-11T21:19:34+0100FUND. Bei den Bauarbeiten an der Kreuzstraße legte der Bagger den Ansatz eines dicken Kellergewölbes frei. Die Technik wirft Fragen auf.
WESEL. Der Weseler Untergrund hat es in sich. Das mussten gestern auch die Bauherren an der Kreuzstraße erfahren. Bei den Ausschachtungsarbeiten für den Erweiterungsbau des Weseler Rechenzentrums legte der Bagger Ansätze eines alten Kellergewölbes frei. 90 Zentimeter dick ist das Mauerwerk, berichtete Alexandra Kelemen vom Team Bauordnung und Denkmalschutz der Stadtverwaltung gestern auf Anfrage der NRZ. "Später als Mittelalter" lautet eine erste Alterseinschätzung des aktuellsten Mauerfundes.
Die Technik, in der das Gewölbe gemauert worden ist, wirft bei den Experten Fragen auf. Der beauftragte Archäologe habe eine solche Arbeit jedenfall noch nie gesehen, erläuterte Alexandra Kelemen. Zu sehen sind lauter Schächte. Das Gewölbe zieht sich über die gesamte Länge der Baugrube. Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme werde man beim Aufzugsschacht auf die Bodensohle treffen, hieß es gestern. Der gesamte Fund wird dokumentiert, so die Expertin aus dem Rathaus.
Heute können die eigentlichen Bauarbeiten an der Kreuzstraße fortgesetzt werden. (M.B.)
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