Ein Ort der Gemeinschaft

Foto: FUNKE Foto Services

Hamminkeln..  Vor 120 Jahren, am 4. Juli 1895, weihte der Bischof von Münster die St. Maria Himmelfahrt Kirche in Hamminkeln. Dieses Jubiläum feierte die Gemeinde gestern mit einem Gottesdienst und anschließendem Fest. Der Festgottesdienst stand im Zeichen der „lebendigen Steine“: Menschen und ihre Verantwortung. „Wir sind alle aufgefordert, Kirche lebendig zu tragen“, resümierte Christiane Kreienkamp nach dem Gottesdienst. Die Pastoralreferentin freute sich über eine volle Kirche und viele Mitglieder aus allen Ortsteilen und Gemeinden.

„Wir möchten der Gemeinde die Möglichkeit der Gemeinschaft geben“, erläuterte Monika Risse, Vorsitzende des Gemeindeausschusses. Die Idee sei 2013 gereift. „Sonst hatten wir immer ein Pfarrfest“, erzählte Risse weiter. Dies sei seit der Zusammenlegung mit Maria Frieden weggefallen. Und so kam die 120-jährige Kirchweihe gelegen. In Erinnerungen schwelgen, durch die Chronik blättern, Fotos anschauen, über die Zukunft der Kirche diskutieren, Kontakt zu neuen Mitgliedern der Gemeinde knüpfen oder mit Hamminkelner Bürgern und Nachbarn ins Gespräch kommen.

Eine solche Nachbarin berichtete im Gottesdienst von ihrer Beziehung zu der Kirche. Sie sehe sie von ihrem Fenster aus. Sie sei jeden Tag stets der erste und der letzte Blick. Wenn sie den Kirchturm nicht mehr sähe, würde etwas fehlen, gesteht sie. „Kirche ist ein Zuhause“, lautete eine andere Formulierung. Selbst die Fußballergebnisse oder andere Ereignisse werden nach dem Gottesdienst besprochen. Kirche ist der Ort, der Gemeinschaften pflegt. Das war vor 120 Jahren so – und soll in Hamminkeln auch noch lange so bleiben.