Ein Ort, an dem man seine Sorgen vergisst

Der Seniorenclub Hünxe beim Frühjahrsfest. Renate von Mallinckrodt (stehend) organisiert ihn zusammen mit vier weiteren Frauen.
Der Seniorenclub Hünxe beim Frühjahrsfest. Renate von Mallinckrodt (stehend) organisiert ihn zusammen mit vier weiteren Frauen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Der DRK-Seniorenclub ist ein Ort zum Wohlfühlen. Im kommenden Jahr steht das 40. Jubiläum auf dem Programm. Doch das Team braucht Unterstützung. Ehrenamtliche Helfer werden dringend gesucht.

Hünxe..  Der Hünxer Seniorenclub des DRK konnte sich bei seinem Frühjahrsfest zuletzt wieder über zahlreiche Gäste freuen. DRK-Kreisverbandsvorsitzender Kurt Gerritz und drei Hünxer Bürgermeisterkandiaten (Michael Helmich, Werner Schulte, Ralf Lange) statteten dem Club einen Besuch ab. Im kommenden Jahr feiert er sein 40-jähriges Bestehen und ist für viele ältere Menschen in Hünxe nicht mehr wegzudenken.

Die 24 Frauen und zwei Männer, die sich allwöchentlich hier treffen, kommen vor allem zu ungezwungenen Gesprächen, Kaffee und Kuchen, Musik oder einer Runde „Skipbo“ zusammen.

Der Seniorenclub sei ein Ort, an dem man „Sorgen, Nöte und Ärger vergessen und fröhlich wieder nach Hause gehen“ könne, fasst Renate von Mallinckrodt zusammen. Die Drevenackerin ist seit 15 Jahren dabei und organisiert die Gruppe mit vier weiteren Frauen. Doch wie so häufig bei sozialen Einrichtungen ist auch der Hünxer DRK-Seniorenclub in Gefahr. Es mangelt an freiwilligen helferinnen und Helfern. „Wir versuchen, ein Team zusammenzukriegen“, erklärt Renate von Mallinckrodt. Doch es sei nicht einfach, Leute für ein ehrenamtliches Engagement zu begeistern.

Mit 94 die Dienstälteste

Christa Schubert ist da anders. Sie zog erst vor ein paar Jahren nach Hünxe, wohnte vorher in Essen und war auch dort schon ehrenamtlich tätig. Für sie war sofort klar, dass sie auch in ihrer neuen Heimat wieder ein Ehrenamt aufnimmt. „Die Dankbarkeit dafür, dass man Glück gehabt hat, möchte ich zurückgeben“, erklärt sie ihre Motivation.

Malli Eßler ist mit ihren 94 Jahren die Dienstälteste im Hünxer Seniorenclub. Trotz ihres Alters kommt sie jeden Donnerstag und freut sich über „die Gemütlichkeit, die über die Jahre geblieben“ ist. Viel habe sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht geändert, neue Leute kamen, alte gingen, sagt Malli Eßler nachdenklich.

Willi Haas ist einer von zwei Männern in dem sonst von Frauen dominierten Seniorenclub. „Ich bin der Beschützer“, witzelt Haas, der früher als Kreisausbildungsleiter beim DRK aktiv war. Er komme vor allem wegen des geselligen Beisammenseins und wegen der Musik. Haas bringt die CDs, und alle singen mit. „Die drei wichtigsten Medikamente sind für mich Singen, Kameradschaft und die Natur“, verrät Willi Haas im Spaß. Zumindest die ersten beiden Punkte treffen auf den Seniorenclub voll zu.

Gesungen wurde beim Frühjahrsfest übrigens auch. „Ali & the Gators“, Skiffle-Band aus Drevenack, übernahm die Instrumentalbegleitung. Mit ihren teils selbstgebastelten Waschbrett- und Wäscheleineninstrumenten sorgten die vier Männer für besonders gute Stimmung. Kurzum, es war wieder ein gemeinschaftlicher, lockerer Nachmittag unter alten Freunden, mit guten Gesprächen und einem netten Rahmenprogramm. So wird auch das 40-jährige Bestehen 2016 mit Sicherheit noch stattfinden können.