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Dorfentwicklung

Ein Hafen für Bislich?

30.01.2009 | 17:44 Uhr
Ein Hafen für Bislich?

Beim Arbeitskreis zum Dorfentwicklungsprozess gab es viele Wünsche in Sachen Tourismus, Natur und Freizeit. Unter anderem soll der Fährkopf abgepollert werden.

Tourismus, Natur, Freizeit – das sind die drei Themen, die viele mit Bislich in Verbindung bringen. Genau damit befasst sich der Arbeitskreis im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses, der jetzt erstmals tagte. Rund 60 Bislicher brachten viele Ideen mit, wie ihr Dorf künftig noch attraktiver werden könnte. Anderthalb Stunden wurde diskutiert, wurden Vorschläge gemacht, die allerdings nicht alle umgesetzt werden können. Nach und nach geht es nun darum, auszuloten, was machbar und tatsächlich wünschenswert ist.

Beispiel Fährkopf. Wenn an schönen Tagen die „Keer tröch II” zwischen dem Weseler und dem Xantener Ufer pendelt, herrscht hier Hochbetrieb. Motorrad-, Auto- und Fahrradfahrer geben sich ein Stelldichein. Wohnmobile stehen am Rhein, davor Campingstühle und mehr. Das soll sich ändern und in geordnete Bahnen gelenkt werden. Angedacht ist, die Straße in Höhe der Zufahrt zum Fährhaus abzupollern und auf einer Seite einen Parkstreifen anzulegen. Auch für Wohnmobile soll es ein paar Abstellmöglichkeiten geben. Eine Aufwertung des gastronomischen Angebots ist ebenfalls gewünscht, allerdings wegen der Hochwassergefahr nach wie vor ein mobiles.

Gern möchte man zudem die rechts der Straße gelegene Rinne ausbauen, damit hier ein kleiner Hafen für die Fähre und gleichzeitig eine Anlegestelle bei hohen Wasserständen entsteht, wie Edmund Ramms erläuterte. Bänke und Tische wären eine Bereicherung, ein Weg könnte ebenfalls entstehen.

Hans-Werner Schlierf vom Heimatverein stellte den Wunsch nach einer Touristeninformation im Museum vor. Sie soll auf jeden Fall während der Betriebszeiten der Fähre besetzt sein, auch ein Terminal zum Abrufen von Informationen ist denkbar. Zu den weiteren Wünschen gehört der Ausbau der Radwanderwege, vor allem um die ausgekiesten Flächen, und eine bessere Sicht auf die Seen. Weitere Bänke, Tische und Schutzhütten wären ebenfalls schön. Zum Teil, so hieß es, liefen bereits Gespräche mit Behörden und Unternehmen. Ein Fahrradverleih, Beschilderungen und ein Reitwanderwegesystem sind weitere Vorschläge. Hinzu kommt der Wunsch nach mehr Angelmöglichkeiten sowie nach einem Badestrand am Ellerdonksee. Auch das Bootfahren auf den ausgekiesten Flächen wird in Betracht gezogen.

Mit all den Entwicklungsvorschlägen befasst sich nun ausführlich das Büro Oekoplan. Danach geht's in die zweite Arbeitskreisrunde, die über die Ideen berät, die letztlich dem Rat vorgelegt werden sollen. Der gesamte Prozess wird als Leader-Projekt der Region Lippe-Issel-Niederrhein gefördert.

Petra Herzog

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