Das aktuelle Wetter Wesel 12°C
Natur

Ein Bürgerwald für mehr Wohlgefühl

03.02.2012 | 18:23 Uhr
Ein Bürgerwald für mehr Wohlgefühl
So wie in Holzwickede, wo es schon einen Bürgerwald gibt, könnte es demnächst auch in Wesel aussehen. Foto: Henryk Brock

Wesel.Der Kahlschlag an einem Teil der Rheinpromenade hat viele Menschen nachdenklich gemacht. Einige sprachen Rolf Blommen an, der hier oft unterwegs ist, und unterbreitetem ihm die Idee eines Bürgerwaldes.

Der SPD-Ratsherr findet sie gut und will sie mit seiner Fraktion im Rat zur Abstimmung stellen.

Viele Städte besitzen bereits einen Bürgerwald, ein Stück Land, das von den Bürgerinnen und Bürgern zu bestimmten persönlichen Anlässen aufgeforstet wird. Ein Baum zur Hochzeit oder zur Geburt, zur Taufe oder zum runden Geburtstag, es gibt viele Anlässe, sich mit einem Baum in seiner Stadt zu verewigen.

Hamm hat beispielsweise schon drei Bürgerwälder, Löhne zwei und auch in Münster ist man längst aktiv. Dabei steht zuerst die Frage nach einer geeigneten Fläche. Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest verweist auf die Landzunge am Auesee, auf freie Bereiche entlang der Reeser Landstraße, am Lipperandsee und im Lippemündungsraum. Auch in Bislich, Büderich und Ginderich gebe es zum Beispiel sicher geeignete Flächen. Entweder die Stadt sei im Besitz eines solchen Areals oder sie müsse es zu einem geeigneten Preis ankaufen. Zusammen mit Natur- und Umweltschutzverbänden sowie den städtischen Planern soll ein Konzept erstellt werden, das etwa Angaben darüber enthält, welche Bäume gepflanzt werden sollen. Heimische Laubgehölze wären am idealsten, finden die Genossen, die mit der Verwirklichung eines Bürgerwalds etwas für die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Stadt, das Wohlgefühl sowie den Klimaschutz tun wollen. Auf Unterstützung seitens der anderen Parteien setzen sie schon jetzt.

Im Laufe des Jahres soll eine Lösung gefunden sein. Man will klein anfangen und erschwingliche Bäume anbieten. Bei Pflanzfesten im Frühjahr und im Herbst könnten sie dann von ihren Baumpaten in die Erde gebracht werden. Eine Urkunde würde das Engagement dokumentieren, auch ein Namensschild wäre denkbar. Rolf Blommen würde den ersten Baum pflanzen, für seinen ersten Enkel Vincent...

Vorschläge erwünscht: Wer Vorschläge für den idealen Standort eines Bürgerwaldes hat, kann sich direkt an die SPD-Fraktion im Rathaus wenden. Schließlich soll ein Bürgerwald - wie der Name schon sagt - allen Weselern zur Verfügung stehen. Da wäre es doch schön, wenn auch das Areal mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern gefunden werden könnte. Der Preis für die Bäume, die hier gepflanzt werden, soll eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Genaue Festsetzungen gibt es aber bislang nicht.

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6312820/create

Aktuelle Fotos und Videos
Eselrock
Bildgalerie
Festival
KuBa Festival
Bildgalerie
Kulturbahnhof
Drachenbootregatta
Bildgalerie
Drachebootrennen
Frühlingstreff
Bildgalerie
Dingden
Aus dem Ressort
Neue Schule: CDU will sich nicht festlegen
Schule
Die Ratsfraktion möchte dem Elternwillen nicht vorgreifen. Sekundarschule und Gymnasium sind möglich
SPD-Ratsherr fordert Überwachung
Politik
Für eine durchgängige Aufsicht an der Lippefähre „Quertreiber“ setzt sich SPD-Ratsherr Wilhelm Bußmann in einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ein.