Ehrenamt wird ausgezeichnet

Als Überraschungsgast war Björn Amadeus Kahl aus Bislich von „The Voice of Germany“ bei der Preisverleihung 2014 im Ratssaal dabei. Hier ist er zusammen mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zu sehen.
Als Überraschungsgast war Björn Amadeus Kahl aus Bislich von „The Voice of Germany“ bei der Preisverleihung 2014 im Ratssaal dabei. Hier ist er zusammen mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zu sehen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am 5. Dezember wird der Ehrenamtspreis der Stadt Wesel wieder verliehen. Mögliche Aspiranten können jetzt vorgeschlagen werden.

Wesel..  Ehrenamtliches Engagement gibt es in Wesel schon seit Jahrhunderten, und das in zahllosen gesellschaftlichen Bereichen. Meist wirken die Menschen, die damit anderen Gutes tun, im Verborgenen. Seit 2013 werden einige von ihnen mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Wesel ausgezeichnet. Es ist eine ideelle Ehrung, die aus einer Art gläsernem Pokal und einer Urkunde besteht, und sie bedeutet den meisten viel, wie Bürgermeisterin Ulrike Westkamp sagt.

Zahlreiche Angebote, die es in der Kreisstadt gibt, wären ohne ehrenamtliche Hilfe nicht da. Den Eine-Welt-Laden in der Windstege und den Seniorenbeirat nennt die Chefin der Stadtverwaltung beispielhaft. Alle, die hier und anderswo wirken, geben einen Teil ihrer Zeit für das Gemeinwohl her und ermöglichen denen Zuwendung, die sie nötig haben.

Vorschläge für den Preis gab es in den vergangenen Jahren viele. Doch es können maximal zehn Menschen ausgezeichnet werden. Um auf den Preis aufmerksam zu machen, erhalten Vereine, Verbände und Organisationen Post von der Stadt. Und wer keinen Brief bekommt, darf trotzdem Vorschläge machen, nur nicht sich selbst ins Rennen schicken. Dazu gibt es klare Regeln: Diejenigen, die vorgeschlagen werden, engagieren sich freiwillig und unentgeltlich für das Gemeinwohl. Sie sind seit mindestens drei Jahren auf Weseler Stadtgebiet aktiv. Zudem muss eine schriftliche Begründung vorgelegt werden. In zwei aufeinanderfolgenden Jahren kann ein und dieselbe Person, derselbe Verein oder dieselbe Gruppe nicht geehrt werden.

Seit rund anderthalb Jahren haben Ehrenamtliche zudem die Möglichkeit, die Ehrenamtskarte des Landes NRW und der Stadt Wesel zu beantragen. Auch das ist an Voraussetzungen geknüpft. Zum Beispiel, dass der Ehrenamtler oder die Ehrenamtlerin seit mindestens drei Jahren fünf Stunden pro Woche oder durchschnittlich 250 Stunden im Jahr in Wesel ehrenamtlich tätig ist. Weitere Infos dazu plus Antragsbogen und Vergünstigungsangebote können im Netz eingesehen werden (www.wesel.de).

Bisher sind 122 Ehrenamtskarten im Scheckkartenformat im Umlauf. Allein 37 Vergünstigungen gibt es in Wesel, hinzu kommen landesweite Angebote. Ein paar Beispiele: Edeka Komp und Rewe Koch servieren zusammen mit den dort ansässigen Bäckereien gegen Vorlage der Karte einmal monatlich ein Stück Kuchen mit einer Tasse Kaffee. Es gibt Eintrittskarten zu einer Veranstaltung ins Bühnenhaus, Gratis-Eintritt bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen oder bei der berühmten Hengstparade in Warendorf.

Gertrud Liman vom Seniorenbeirat, der zuerst die Ehrenamtsbörse (www.ehrenamtsboerse-wesel.de) im Internet schuf, wünscht sich bei der Auszeichnung der Ehrenamtlichen übrigens vor allem eines: Es sollte nicht so sein, wie beim Muttertag - einmal was Gutes tun und den Rest des Jahres nicht. Die Auszeichnung möchte sie als dauerhafte Anerkennung verstanden wissen.