EBH: Anleihe wird nicht helfen

Hünxe..  Eine klare Absage erteilt Ralf Lange von der EBH dem CDU-Vorschlag einer Gemeindeanleihe. Die CDU habe einen „unüberlegten Vorschlag in die Welt gesetzt“, so Lange. Sie unterstelle, dass der Zinsvorteil einer Anleihe im Vergleich zum Bankkredit ein Prozent ausmacht. Dieser Zinsvorteil dürfte in der Realität kaum gegeben sein. Hintergrund für die Auflage der „Ruhranleihe“ sei nicht ein möglicher Zinsvorteil, sondern der Umstand, dass immer mehr Banken wegen der geringen Renditen aus der klassischen Kommunalfinanzierung per Kredit aussteigen.

Die Gemeinde Hünxe habe aufgrund der Höhe ihres Kapitalbedarfes an dieser Stelle kaum Probleme zu erwarten, so Lange. Die Frage, inwieweit eine Hünxe-Anleihe überhaupt genug Käufer finden würde, müsse sehr kritisch beurteilt werden. Die Anleger der „Ruhranleihe“ profitierten von einer besseren Streuung der Risiken auf die beteiligten Städte. Der Schuldenstand werde in diesem Jahr von zehn auf über 17 Millionen Euro steigen.

Der jährliche Zinsaufwand liege zurzeit bei rund 620 000 Euro. Dem habe die CDU-Fraktion zugestimmt. Daher wirke ihre Forderung nach einer Schuldenbremse jetzt etwas grotesk. Dennoch hält die EBH eine Schuldenbremse für ein geeignetes Instrument einer soliden Finanzpolitik.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE